Freitag, 30. April 2010

Es gibt Zeiten...........

die braucht kein Mensch! Man könnte auch sagen, die würde man gerne löschen, doch so einfach ist das leider nicht. Ich berichte hier noch von meiner 7. Trainingswoche und jetzt kann ich schon die Stunden zählen, bis dass ich am Start stehe. Viel zu schnell ist die Zeit an mir vorbei..... Einmal ganz von vorne!

Es begann alles wenige Tage vor Ostern. Wir werden mit einer durchnässten Decke in unserem Heim überrascht. Da direkt darüber das Bad liegt, schien das Problem ja klar zu sein. Direkt musste unser Sanitärmensch uns einen Besuch abstatten. Das Problem ließ sich jedoch nicht so einfach klären. Die Ursache war nicht zu finden. Unsere Versicherung schickte eine Firma zu uns, welche eine Legortung durchführen sollte. Gefunden wurden damit, direkt 2 Rohrbrüche. Einer wäre ja auch langweilig *ha-ha* Somit begann hier das Ein.- und auslaufen der Handwerker. Das ganze klaut einen nicht nur unheimlich viel Zeit - nein auch Nerven und macht enorm viel Dreck. Zur Zeit haben wir in 3 Räume (Bad- Kinderzimmer & Wohnzimmer) eine Baustelle. Dort wurden uns Trocknungsgeräte aufgestellt. Die Teile geben eine Hitze ab, als säße man in der Sauna und machen Krach ohne Ende. Am besten wäre ausziehen und erst wieder heim kommen, wenn alles wieder OK ist :-) Doch leider müssen wir da noch einige Zeit durch. Das Wasser hat einen riesigen Schaden angerichtet.

Wer glaubt Marathonvorbereitung und Wasserrohrbruch geht gar nicht, hat Recht. Das ist schon ziemlich übel, doch meist ist es ja so, dass " wenn was kommt, kommt alles auf einmal"!

An Karfreitag wurden dann plötzlich unsere beiden Tiere krank. Unser Vogel und unser Kaninchen. Den Dienstag nach Ostern mussten wir unser Herz überwinden, uns von unserem Vogel zu trennen. Leider konnte uns der Arzt, bei ihm nicht mehr helfen :-( Und unser Ninchen bereitete uns bis wenige Tage großen Kummer. Gemeinsam mit dem Tierarzt, der Tierklinik und einem Spezialisten für Zahnheilkunde, kämpften wir um das Leben, dieses einzigartigen Häschen`s. Jeder der ihn kennt, weiß wovon ich rede :-) Es dauerte ziemlich lange, bis man erkannt hatte, dass er seinen kompletten Kiefer entzündet hat, 2 Zahnwurzeln schon angegriffen sind und er starke Schmerzen haben musste. Tag und Nacht musste ich ihn Zwangsernähren, weil er selbstständig nichts zu sich nehmen konnte - obwohl er immer wollte. Fast täglich mussten wir mit ihm zum Doc. Jetzt spritze ich ihn täglich Antibiotikum und auch Schmerzmittel verabreiche ich ihn über sein Mäulchen. Das ganze wird noch ein langer Weg werden, bis er vollständig geheilt sein wird, aber seit wenigen Tagen frisst er wieder allein und macht wieder einen normalen Eindruck *freu*. Da hat sich der Kampf und das tägliche Arzt sitzen gelohnt !

Trotz des ganzen Ärgers, konnte ich meinen Trainingsplan für den Düsseldorf Marathon einhalten und gut durchlaufen. Man hatte zwar oft die Zeit im Nacken, oder hatte den Kopf nicht wirklich frei, weil man Sorge um den kleinen Mümmelmann hatte, aber oftmals bekam man zumindest für die Trainingsdauer einen freien Kopf.

Hier noch kurz im Überblick meine Trainingswochen 8 bis jetzt:

Trainingswoche 8:

Montag:
18 KM in 1:43:36 - Schnitt 5:45
davon 16 KM in 1:30:43 - Schnitt 5:40 / Wittringen

Mittwoch:
15 KM in 1:39:19 / Schnitt 6:37/km / Wittringen

Donnerstag:
12 KM in 1:14:17/Schnitt 6:11
davon 6 x 1000 mit 600 Meter Traben: 5:31-5:31-5:35-5:25-5:31-5:27

Samstag:
30 KM in 3:14:12 - 6:28/KM / Kirchellen - Heidesee - Zweckel -anspruchsvolle Strecke

Trainingswoche 9:

Montag:
15 KM in 1:30:47 - Schnitt 6:03/km
davon 4x2000 in 43:27 Schnitt 5:26 / Wittringen

Mittwoch:
12 KM in 1:18:37 / Schnitt 6:33 / Wittringen

Donnerstag:
20 KM in 1:54:59-Schnitt 5:45/km
davon 18 KM in 1:41:55-Schnitt 5:40/km / Wittringen

Samstag:
30 KM in 3:16:03 - Schnitt 6:32/KM / Wittringen
Das war mein schwierigster 30er, von all meinen langen Läufen, die ich je gelaufen bin. Hier waren eigentlich 33 KM geplant, doch die ganze Situation raubt mir so viel Kraft - ich war völlig platt - somit Ende bei KM 30. Vor dem Lauf noch beim Tierarzt gewesen, nix getrunken und kaum gegessen - viel abgenommen!

Trainingswoche 10:

Montag:
14 KM in 1:22:30 Schnitt 5:54
davon 3 x 3000 in 16:08 - 16:14 - 16:14 Schnitt 5:24/KM / Wittringen

Mittwoch:
10 KM in 1:06:30 Schnitt 6:39/km / Mit Morgen getauscht - da wenig Schlaf wegen unser Ninchen

Donnerstag:
21 KM in 2:01:26 Schnitt 5:47
davon 18 KM in 1:41:48 Schnitt 5:39/km / Wittringen

Samstag:
35 KM in 3:42:33 Schnitt 6:22 / Wittringen, mit Schatzi / schnellster langer Lauf :-)

In dieser Woche ging es mit unserm Ninchen aufwärts. Er hatte Cortison aus der Tierklinik bekommen, welches ihm gut half. Endlich konnte er wieder alleine mümmeln :-)

Trainingswoche 11 - Erste Taperwoche:

Dienstag:
14 KM in 1:32:05 Schnitt 6:35/km / Wittringen

Freitag:
14 KM in 1:22:06 Schnitt 5:52
davon 10 KM in 55:56 Schnitt 5:36/km / Wittringen

Samstag:
16 KM in 1:44:13 / Schnitt 6:31/km / Ostermannrunde
Innerhalb der 11. Woche wurde ein wenig getauscht, da wir mal wieder die Handwerker hier hatten. Die Einheit habe ich aber dabei behalten, wie sie geplant war, nur der Tag wurde verschoben.

Ab Dienstag (20.04.) wurde Puschel (unser Nin) von dem Zahnspezialisten mit seinem Schmerzmittel und Antibiotikum eingestellt. Das Cortison wurde abgesetzt. Die ersten Tage, konnte er wieder nicht alleine mümmeln, aber jetzt können wir wieder ganz besorgt durchschlafen und er mümmelt wieder fast alles alleine :-)

Trainingswoche 12 - zweite Taperwoche:

Dienstag:
8 KM in 49:34
davon 4 x 1000 in 5:40 - 5:37 - 5:38 - 5:36 Schnitt 5:38

Donnerstag:
8 KM in 51:14 Schnitt 6:24/km / Wittringen - mit Schatzi

Jetzt heißt es noch ein wenig tapern, Kohlehydrate tanken, nach Möglichkeit ein wenig zunehmen und sich zuerst einmal auf Morgen freuen. Morgen sehen wir endlich Michi wieder :-) Gemeinsam geht es ab über die Messe, gemütlich Käffchen trinken, quatschen was das Zeug hält und anschließend auf zur Pasta Party *FREU*

Der Sonntag kann kommen, ich will endlich loslaufen, bevor der Regen kommt :-)

Samstag, 27. März 2010

Woche 7 vom Marathonplan

Woche vom 21.03. bis 28.03.2010

Der Halbmarathon letzte Woche Sonntag war ein absolutes Highlight. Mein gestecktes Ziel sub 1:52:00 habe ich zwar nicht erreicht, aber immerhin bin ich meinen zweitschnellsten HM ( in 1:54:51 ) gelaufen. Einen ausführlichen Bericht könnt ihr auf unsere HP nachlesen (wenn das nicht bereits passiert ist *lach*)

Am Montag ging es dann für eine ganz lockere Runde über unsere Heimstrecke. Bei 7,5 KM in einer Zeit von 51:02 / Pace 6:48/km konnte ich mich nicht verausgaben :-)

Meinen HM habe ich also sehr gut weggesteckt. Diesmal hatte ich nicht meinen gewohnten Muskelkater.

Mittwoch wählte ich mal wieder die Ostermannrunde. Ich hatte 16 KM auf meinen Plan. Da bietet sich dann diese Strecke perfekt an, wenn ich von zu Hause aus losstarte. Das Wetter war plötzlich sehr frühlingshaft, mit um die 20 Grad, aber ich hatte damit erstaunlicherweise keine Probleme. Normalerweise reagiere ich ziemlich sensibel auf Wärme (vor allem, wenn man davon so überrascht wird), aber heute genoss ich einen richtig tollen Lauf. So langsam füllen sich auch wieder die Wege und man trifft wieder auf unzählige Läufer (-innen)! Einfach toll! Meine Uhr zeigte am Ende übrigens 16 KM in einer Zeit von 1:44:37 / Pace 6:32/km.

Direkt einen Tag danach, hieß es 14 KM in 6:10/km. Da das Wetter wie gestern war, glaubte ich zuerst, diese Einheit nicht einhalten zu können. Die Wärme, das etwas flottere Tempo und vor wenigen Tagen der HM – ließ mich zweifeln. Aber egal – einfach loslaufen und sehen, wie es geht – dachte ich mir. Gesagt getan! Ich lief locker los und war direkt zu schnell. Gleichmäßig und total locker, spulte ich in Wittringen meine KM ab und genoss jeden KM. Das Wetter war klasse, es waren viele Leute unterwegs und meine Beine liefen wie von selbst. Immer wieder guckte ich auf meine Uhr, wenn sie mir signalisierte, dass der KM vorbei war und immer wieder war ich leicht zu schnell, obwohl ich immer glaubte, Tempo rausgenommen zu haben. Meine Beine machten heute, was sie wollten, nicht was ich hätte gemusst :-) Mit Mühe, nicht extrem zu schnell werden, erreichte ich meine 14 KM dann in einer Zeit von 1:25:15 / Pace 6:05/km.

Heute ( Samstag ) hieß es 30 KM. Der erste innerhalb dieser Vorbereitung. Seit der New York Vorbereitung, bin ich diese Distanz nicht mehr gelaufen. Auch wenn es nicht unbedingt Neuland ist, denkt man sich, wie man diese Distanz nun hinkriegen soll. Als Strecke, wählten Roland und ich dafür die Bertlicher WK-Strecke. Wie immer windig :-) Ansonsten mit 10 Grad und bedecktem Himmel eigentlich voll genial für einen Long Run! Roland & ich entschieden, zuerst einmal gemeinsam zu starten. Später wollte Roland sich dann absetzen. Dass dies allerdings erst ab der 2. Runde (ab KM 14) der Fall sein sollte, glaubte vorher keiner von uns beiden :-) Locker ziehen wir über die Felder und es war mal wieder schön, gemeinsam unterwegs zu sein. Auch hier gehorchten meine Beine nicht. Immer wieder kontrollierten wir das Tempo, stellten fest, dass es zu schnell war und waren die Pace am korrigieren *grins* Als wir nach den Forellenteichen - von weitem Bauschilder sahen, kam sofort Vorfreude, ob dort die ramponierte Straße erneuert wird. Und es ist tatsächlich so. Wir nähern uns, biegen rechts ab und haben eine frisch geteerte Straße unter den Füßen. Keine Schlaglöcher mehr :-) Jeder der Bertlich kennt, kann sich jetzt schon auf den nächsten WK dort freuen. Es war wie ein Geschenk *grins* Nachdem man nach der Gärtnerei erneut rechts abbiegt, endet das Ganze nur leider. Hier hieß es weiterhin, laufen wie auf Eier. Vielleicht wird dort aber auch noch was passieren? Ziemlich unangenehm empfand ich aber diesen gemeinen Wind, der ab den Forellenteichen irgendwie nur noch frontal von vorne kam. Bei KM 14 legten wir einen kurzen Stop - an unser Auto ein. Ich musste eine halbe Banane speisen – irgendwie hatte ich heute ein Loch im Magen. Noch schnell Getränke aufgefüllt – Küsschen bekommen und alleine in die 2. Runde. Als es zuerst über das besagte Feld ging, fiel mir das Tempo dann doch etwas schwieriger und es war zum ersten Mal nicht wirklich zu schnell *grins*Doch das legte sich nach dem Feld schnell. Die zweite Runde wurde dann im Allgemeinen leicht schwieriger, aber trotzdem pendelte sich mein Schritt immer wieder auf ein schnelleres Tempo ein. Als es erneut an den Teichen entlang ging und mir der Wind wieder frontal entgegen kam, hatte ich über 2 KM einen leichten Hänger und meine Pace lag zum ersten Mal, heute bei um die 6:40. Ich machte mir aber keine Gedanken. Es war erstens Training, zweitens voll im Soll und drittens lief ich bis hierher voll nach meinem guten Gefühl, also hier auch weiter so. Nach den beiden KM wurde es automatisch wieder flotter. Die letzten KM wurden dann etwas zäher. Meine Beine spulten zwar automatisch das Tempo, aber meine Luft wurde ziemlich dünn. Wie in Venlo beim HM :-) Trotzdem lief ich meine geplanten 30 KM gut durch, ohne mich zu quälen. Es wurde zwar schwer auf den letzten KM, aber es hat trotzdem Spaß gemacht. Zu Hause – als ich mein Training ins Tagebuch eingetragen habe und ein wenig verglichen habe – stellte ich fest, dass ich heute meine schnellsten 30 KM gelaufen bin. Und das mit Gute 2 Minuten, in Bertlich – mit einem Pulsdurchschnitt, wie sonst mit einer Pace von ca. 10 bis 15 Sekunden pro KM langsamer *freu*
30 KM in 3:12:58 / Pace 6:26/km

Jetzt kommen noch drei anspruchsvolle Trainingswochen. Nächste Woche geht es noch einmal über die 30 KM - dann wird gesteigert auf 33 und zuletzt auf 35 KM. Mal sehen, wie die nächsten drei Wochen weiter laufen. Ich freue mich darauf :-)

Samstag, 20. März 2010

Woche 6 vom Marathonplan

Woche vom 15.03. bis 20.03.2010

Diese Woche hieß es, ein wenig die Kilometer reduzieren, da es morgen - ab nach Holland geht. Endlich kann ich dort den HM in Angriff nehmen, nachdem ich morgen zum 3. Mal vor Ort sein werde. Auch wenn ich die Kilometer dafür zurückgeschraubt habe, so bin ich doch mehr gelaufen, als ich es normalerweise vor einem WK mache. Ich habe die KM aber bewusst nicht ganz so weit runtergeschraubt, weil mir mein Marathon wichtiger ist. Trotzdem freue ich mich wahnsinnig auf den Lauf. Endlich kann ich dort auch mal die Stimmung, von der Laufstrecke aus, kennen lernen :-)

Meine Woche sah so aus:

Montag:
12 KM in einer Pace von 6:14/km -
inkl. 4 x 1000 Meter mit 1000Traben in 5:19 - 5:17 - 5:23 - 5:18
Beim dritten KM ging es leicht bergauf

Dienstag:
Rehasport / Kraftsport

Mittwoch:
10 KM in 1:01:14 Schnitt 6:07

Donnerstag:
8 KM in 52:00 Minuten Schnitt 6:30/km

Samstag:
3,7 KM in 25:00 Minuten Schnitt 6:46/km -
die letzten 700 Meter immer schneller, um die Beine zu lockern

Alle Einheiten lief ich diese Woche, über unsere Heimstrecke, in Wittringen.

Gerne wäre ich diese Woche mehr gelaufen. Der Winter hat sich endlich verabschiedet und wir hatten richtig frühlingshafte Temperaturen zwischen 13 und 16 Grad :-) Das lockt einfach, um nach draussen zu gehen. Und vor allem: "Endlich kann man wieder in dünnen - kurzen Klamotten los"! :-)

Dann möchte ich hier noch meine neuen Schuhe vorstellen. Bisher nur bekannt von MBT!Fila und Buffalo hat ebenso wie Sketcher nachgezogen und haben ebenfalls solch einen Schaukelschuh, auf den Markt gebracht :-) Diese Woche gab es die beiden Marken Fila und Buffalo bei Deichmann zum Spitzenpreis von unter 50,00 Euro. Unverbindliche Preisempfehlung 100,00 Euro. Da mir der Schuh von MBT schon oft im Magen lag, mir dieser aber immer zu teuer war, habe ich jetzt zugeschlagen. Er fühlt sich richtig gut an :-) Mal sehen, ob ich auch irgendwelche Auswirkungen auf meinen Rücken spüre.

Was mich auch richtig freut:

In den letzten Tagen bekamen wir Post aus New York. Inliegend unter anderem unsere Urkunden. Ich finde, das ist meine schönste Urkunde, die wir jeh von einem Lauf haben.

Samstag, 13. März 2010

Woche 5 vom Marathonplan

Woche vom 08.03. bis 14.03.2010

Diese Woche war eine richtig gute Woche :-) Am Montag ging es ganz locker über 8 KM, da am Sonntag der WK war. Trotz WK fühlten sich meine Beine richtig gut an. Dabei glaubte ich, dass das Ergebnis vom WK garantiert Muskelkater bedeuten sollte :-)

Mittwoch hieß es 17 KM in 6:31/KM. Als Strecke wählte ich seit langem mal wieder die Ostermannrunde. Es war ein richtig cooler Lauf - mal abgesehen davon, dass ich meine neuen Adidas Formotion gewählt hatte und diese sich scheinbar für so ein Bummeltempo nicht eignen. Ich kam mir vor wie Piddi-Platsch :-) Es lief zwar locker, aber irgendwie fühlte sich der Laufstil komisch an. Obwohl die Temperatur bei gerade mal 0 Grad lag, fand ich das Wetter voll cool, denn die Sonne gab ihr bestes. Kein Regen - kein Schnee - nur teilweise matschige Strecke - aber darüber möchte ich mich nicht beklagen :-)

Am Donnerstag hieß es laut Plan 15 KM davon 10 KM in 5:40/KM. Da die Strecke in Wittringen endlich komplett Schneefrei ist - entschied ich mich, diese Einheit dort zu laufen. Auch hier befinden sich zur Zeit aber ein paar Streckenabschnitte, die richtig schön matschig sind - aber egal. Zuerst glaubte ich, dass ich hier wieder zu kämpfen habe, da ich gestern ja noch 17 KM gelaufen bin, doch bereits beim einlaufen merkte ich, dass es ein schöner Lauf werden sollte :-) Nachdem ich 3 KM zum warmlaufen hatte, freute ich mich auch - Gas geben zu dürfen *freu* Leicht und schnell erreichte ich meine Pace und es fühlte sich richtig gut an. Irgendwie gar nicht schwer. Hier dachte ich zum ersten Mal: " Boah cooles Tempo" ! Komisch vor 2 Wochen musste ich dafür voll knüppeln. Da Wittringen nicht ganz flach ist, hatte ich mal einen KM-Schnitt von 5:44 und mal von 5:37 - aber am Ende der 10 KM stand exakt 5:40/KM als Durchschnittspace!

Mein langer Lauf über 27 KM (Samstag) ging wieder über Wittringen in Richtung Kirchchellen und eine Runde um den Heidesee - bevor es über die Maschinenhalle Zweckel wieder in Richtung Heimat geht. Obwohl es permanent rauf und runter geht, habe ich voll Spaß an dieser Strecke. Die Temperatur lag bei ca. 6 Grad und auch die Sonne ließ sich kurzfristig durch den dichten Wolkenhimmel sehen. Kurzzeitig hatte ich leichten Nieselregen, doch das störte nicht wirklich, da es genau so schnell verging, wie es ankam :-) Also kaum der Rede Wert! Alles in allem, war auch diese Einheit absolut gelungen, wenn auch mit einer Pace von 6:28/KM leicht zu schnell.

Meine Wochenkilometer lagen somit bei 67,4 KM.

Nächste Woche heißt es wieder die KM zu reduzieren, da es am Sonntag zum HM in Venloop geht. Auf diesen Lauf freue ich mich wahnsinnig. Nachdem ich im letzten Jahr dort gemeldet war und kurzfristig absagen musste - darf ich mich dieses Jahr noch mehr freuen, dass es endlich klappt. Mein auffällig pinkes T-Shirt habe ich auch schon erhalten. Das ist so quitschig - damit fällt man überall auf *grins*

Dienstag, 9. März 2010

Woche 4 vom Marathonplan

Woche vom 01.03.2010 bis 07.0.2010


Diese Woche stand im absoluten runterfahren der KM, da am Sonntag der Coesfelder Heidelauf auf dem Programm stand. Geplant waren nur wenige KM, die meisten davon nur ganz locker. Ausnahme war der Montag. Hier waren 3 x 1000 Meter Intervalle geplant.

Da Roland und ich von Montag bis Mittwoch in Frankreich waren, stand es offen, ob diese überhaupt möglich sind, denn das Laufen dort, ist nicht so einfach. Wir waren schon einmal dort und wussten, wie man dort laufen kann. Nach über 10 Stunden Autofahrt ( Stau ohne Ende - von 16 KM bis hin zu 25 KM ) konnten wir dann endlich in unsere Laufsachen :-) Durch Zufall entdeckten wir kurz nach dem Start eine Läuferin, die ziemlich flott unterwegs war. Da uns sagte, dass das eine gute Läuferin sein musste, liefen wir sie einfach mal hinterher, in dem Glauben, dass wir durch ihr ein schönes Stück Strecke finden könnten :-) Das war eine gute Entscheidung, denn die Rechnung ging auf. Wir sind durch diese Läuferin auf ein Stück Strecke gestoßen, welche wir als Pendelstrecke für meine Intervalle nutzen konnten. Ich hatte meine neuen Adizero Formotion an, welche sich richtig gut anfühlten.

Als wir die ersten 1000er gestartet sind, war ich rucki-zucki sogar schneller als meine Vorgabe. Ich dachte aber nicht weiter darüber nach, denn es fühlte sich richtig gut und absolut locker an. Die ersten 1000er waren schnell vorbei und mit Freude stellte ich fest, dass sie total einfach liefen, obwohl die Pace bei 5:20 Minuten lag :-) Locker trabten wir nebeneinander her und ich freute mich auf die nächsten 1000er. Auch dieser lief mit 5:16 Minuten einfach nur gut. Bewusst bremste ich mich nicht, weil ich dachte, es sei gut, für Sonntag mal richtig Gas zu geben :-) Außerdem fiel mir dieses Tempo komischerweise einfacher, als letzte Woche noch die Pace 5:40. Beim letzten 1000er sagte Roland zu mir, boah das fällt Dir heute aber echt leicht und ich sagte: " Ich könnte noch schneller - das fühlt sich voll leicht an"! Wie reagiert mein lieber Mann ? " Na gut komm - zieh mal richtig an, war seine Reaktion" :-) Gesagt getan - wir ziehen an, so dass ich mich fühlte, dass ich gerade Intervalle laufe :-) Als meine Uhr mir signalisierte, dass der KM vorbei war und ich die Pace von 4:52 Minuten entdeckte, freute ich mir beide Beine ab. Das ich dieses Tempo noch laufen kann, hätte ich nicht gedacht. Auch wenn dieses Tempo weit schneller war, als meine Vorgabe, so fand ich das voll cool. Einmal richtig Gas geben, vor einem WK lockert die Beine auf *grins* Das schönste daran war, dass ich dafür nicht einmal knüppeln musste. Es lief einfach nur gut.

Die geplante Einheit am Mittwoch ließ ich ausfallen, da wir wir die Rückfahrt von Frankreich über Nacht durhzogen, nachdem wir den ganzen Tag auf die Beine waren. Noch einmal diesen Stau, wollten wir auf keinen Fall. Somit waren wir erst gegen 3:30 Uhr am Morgen zu Hause und sind einfach nur noch Tod ins Bett gefallen.

Die lockeren 8 KM am Donnerstag lagen im Soll und die Beine fühlten sich voll gut an. Der Puls war so niedrig, wie lange nicht.

Am Samstag hieß es dann nur 4 ganz lockere KM, wegen dem WK am Sonntag.

Einen Bericht zum WK könnt ihr auf unsere HP nachlesen!

Samstag, 6. März 2010

Woche 3 vom Marathonplan

Trainingswoche vom 22.02.2010 bis 28.02.2010 !

Besser spät als gar nicht, möchte ich hier noch eine Zusammenfassung der dritten Trainingswoche einstellen. Wenn - dann müssen die Wochen doch komplett nachlesbar sein :-) Da Roland und ich am Montag nach Frankreich gefahren sind, klappte das leider nicht viel eher. Manchmal wäre doch ein Laptop zum Vorteil *grins*

Die 3. Woche war irgendwie nicht wirklich meine. Irgendwie konnte ich laufen, was ich wollte - es war einfach alles nur schwer. Selbst die Einheit am Mittwoch, als es hieß eine Pace von 6:30/km zu laufen, hatte ich Beine, wie Bauklötze und bekam sie kaum hoch. Als es am Mittwoch richtig - richtig schwer war, hatte ich einen kleinen Hänger in meinem Kopf und zweifelte mein Ziel, mit der sub 4 Stunden an. Dieser Hänger ist aber längst verschwunden :-) Auch am Samstag beim langen Lauf, wurden die Beine ab KM 21 ziemlich schwer und die letzten KM liefen nicht so locker, wie ich es bei den langen Einheiten bei mir kenne. Trotzdem waren die 26 KM - die schönsten von der ganzen Woche. Für den langen Lauf, wählte ich wieder die Strecke in Richtung Kirchchellen, umrundete dieses Mal aber einmal den Heidesee, bevor es wieder über Zweckel zurück ging. Die Strecke ist einfach ein Traum :-)

Nach den langen Lauf, hieß es aber nicht in meine geliebte Badewanne entspannen, sondern schnell unter die Dusche - da wir noch los wollten, um uns Laufschuhe zu kaufen. Nachdem es in der letzten Woche fehlgeschlagen war, sollte es doch diesmal klappen :-) Und wie ihr bestimmt schon auf Roland`s Seite gesehen habt, hat sich der Stress, nach dem Lauf auch gelohnt. Jetzt habe ich dann 2 Paar Schuhe von Adidas in meiner Sammlung. Einmal den Adizero Boston und den Adizero Formotion. Beide kommen meinem geliebten Niki sehr nahe :-) Einer von den beiden, wird mich über die sub 4 Stunden begleiten :-)

Montag:

12 KM in 1:13:24 davon 3 x 2000 in 10:59 - 10:57 - 10:53 - Schnitt 5:28/KM

Mittwoch:

15 KM in 1:37:22 - Schnitt 6:29/KM

Donnerstag:

17 KM in 1:42:11 - Schnitt 6:01 davon 12 KM im Schnitt 5:40/KM

Samstag:

26 KM in 2:49:51 - Schnitt 6:32/KM

Wochenkilometer: 70

Donnerstag, 25. Februar 2010

Will ich noch sub 4 Stunden ?

Nachdem ich gestern 15 lockere KM gelaufen bin und diese mir schon ziemlich schwer fielen ( schwere Beine ), hieß es

heute 17 KM davon 12 KM in 5:40/km.

Bis gestern dachte ich noch "cool - keine 5:30/km den KM" - denn diese fallen mir im Training immer sehr schwer. Heute sollte es immerhin 10 Sekunden pro KM langsamer sein. Genau genommen, ist die Pace 5:40 ja für eine sub 4 Std.

Als es locker los ging, dachte ich mir schon, dass ich es heute mal wieder schwer habe sollte. Es nieselte leicht, der Wind war stellenweise sehr gemein und meine Beine fühlten sich irgendwie wie Klötze an. Irgendwie waren diese nur schwer hoch zu kriegen. Nachdem ich mich ganz locker 3 KM eingelaufen bin und ich das Tempo erhöhte, fühlten sich meine Beine zwar viel besser an (so als warteten sie auf ein schnelleres Tempo) - doch meine Puste ließ sehr schnell nach. Alles in allem habe ich meine Vorgabe zwar geschafft, doch ich musste dafür sehr kämpfen!

Nachher liege ich mit einem heißen Kakao in einem schönen Moorbad und stellte mir die Frage: "Willst Du echt die sub 4 Stunden?" Ich bin zwar erst in meiner dritten Trainingswoche, doch wenn ich spüre, wie schwer mir eine Pace zwischen 5:30 und 5:40 fallen, kann ich mir zur Zeit nicht einmal annähernd vorstellen, wie ich so einen Marathon rennen soll :-) Es ist jetzt bei 12 KM schon mehr Krampf und dann soll ich noch 30,2 KM so weiter rennen? Mal sehen, was die Zeit bringt, aber gerade habe ich richtig Selbstzweifel!

Sonntag, 21. Februar 2010

Woche 2 vom Marathonplan

In diesem Jahr werden wir länger als gewünscht, vom Winter festgehalten. Winter und Trainingsplan passen nicht wirklich gut zusammen, doch Not macht erfinderisch. Somit suchte ich mir am Montag für meine Intervalle (4 x 1000 in 5:30/km) ein Fleckchen, wo man ohne Schnee unter den Schuhen rennen konnte :-) Es war zwar nur ein kleiner Pendelkurs , von etwa 1,5 KM, aber egal. Wichtig war mir, dass ich nicht direkt in der 2. Woche, meine Einheiten umwerfen musste. Obwohl dieser kleine Pendelkurs ein wenig hügelig ist, schaffte ich meine Vorgabe noch leicht zu unterbieten (siehe unten). Ob das nun gut ist, sei dahingestellt *lach*

Die Einheit am Mittwoch war irgendwie voll komisch. Es ging über Wittringen – Gladbeck West Bahnhof - Rentforter Straße in Richtung Kirchhellen. Die Strecke ist ein wenig anspruchsvoll, da man nicht nur ganz flach läuft. Meine Beine und meine Puste waren heute so in Form, dass es wie von selbst lief. Ständig kontrollierte ich mein Tempo, weil ich zu schnell war, doch irgendwie machten meine Beine, was sie wollten. Es fühlte sich sehr gut an – so dass ich es irgendwann aufgab, mich irgendwie in ein Tempo zu zwingen und genoss einfach nur den Lauf. Nach 7 KM hieß das ganze dann wieder zurück :-)Auch wenn es durchweg an einer Straße entlang führt, so ist die Strecke einfach klasse.

Für diese Einheit wählte ich aufgrund des Wetters wieder die Runde in Richtung Kirchhellen. Unsere Heimstrecke ist eine reine Schlenderbahn und 8 KM in 5:30 über den Pendelkurs vom Montag hatte ich dann auch keine Lust. Ich hatte zwar im Hinterkopf, dass ich drei Brückenanstiege mit einer Pace von 5:30 rennen musste, aber eine andere Wahl blieb mir ja nicht :-) OK, ich könnte sagen: „ Lasse Trainingsplan – Trainingsplan sein und laufe locker „ – aber mit dieser Einstellung erreiche ich wohl nicht mein Ziel :-) Nachdem ich mich 2 KM locker einlief und anschließend die Pace erhöhen musste, ging es auch direkt leicht hoch. Zunächst viel es mir nicht so schwer und es lief relativ locker, doch umso länger ich die Pace halten musste, umso schwieriger wurde es. Die Sekunden, die ich an den Brücken verlor, holte ich beim abwärtskrabbeln wieder raus. Wie gestern hieß es nach 7 KM wieder zurück. Somit erreichte ich Sekundengenau meine Vorgabe. Ich weiß nicht wieso das so ist, aber im Training fällt mir diese Pace immer extrem schwer. Diese Einheit war mehr Kopfsache :-)

Der lange Lauf am Samstag war wieder mal Genuss pur! Na ja – nicht ganz :-) Über die Strecke, wie am Mittwoch und Donnerstag ging es los. Allerdings ging es nicht nach 7 KM wieder zurück, sondern ab in Richtung Heidesee. Das Wetter war trocken, aber teilweise sehr windig. Wer Bertlich kennt – muss sich das Laufen über diese Strecke so ähnlich vorstellen. Hügelig und windig zieht man hier über die Felder! Eine ca. 3 KM lange Strecke kommt der Wind frontal von vorne und ich freue mich, dass ich diese 3 KM auch wieder zurück laufen darf :-) Die Natur zeigte hier, dass der Winter doch langsam von uns zieht. Man konnte wieder die Kaninchen über die Felder flitzen sehen, viele Vogelsorten, die man Monate nicht zu Gesicht bekam, flogen ihre Wege und sogar ein Reh konnte ich beim Abstecher im Busch beobachten. Einfach klasse! Am Heidesee angekommen ging es dann mit Rückenwind zurück – man hat das gut getan :-)


Nach den ca. 3 KM, ging es aber nicht über die Rentforter Straße wieder in Richtung Gladbeck, sondern über eine schöne Autobahnbrücke in Richtung Zweckel. Die Brücke hoch puschte ich einmal kurz meinen Puls um 20 Schläge höher, doch abwärts ging er auch genauso schnell wieder runter.

Nach dieser Brücke hieß es noch einen KM-Ausgleich von ca. 4 KM zu laufen, also ging es zuerst in Richtung Schmücker Hof, bevor es übers Feld in Richtung Zweckel ging. Auch hier puschte ich meinen Puls, da man alles andere als flach läuft. Trotz Rückenwind fielen mir diese 2 KM ziemlich schwer. Als es nach 2 KM wieder zurück ging und mir wieder dieser eisige Wind frontal entgegen kam, hatte ich einen ziemlichen Hänger. Meine Finger verwandelten sich in Eisklötze, trotz Handschuhe. Es geht bergauf und ich ärgere mich für einen kurzen Moment, mich entschieden zu haben, hier diesen Ausgleich zu laufen.

Der Ärger verflog aber, als ich die Felder hinter mir gelassen hatte und bereits an der Maschinenhalle Zweckel vorbei lief. Auch mein kurzfristiger Hänger verflog wieder und ich genoss diesen Lauf weiter. Da es mit 2 Grad doch ziemlich kalt war und meine KM-Rechnung nicht ganz aufging, lief ich 25 KM anstatt 24. Aber lieber einen KM mehr laufen, als 1 KM bei dieser Kälte nach Hause gehen. Bis auf wenige Streckenabschnitte, wo ich ein wenig bedient war (wegen diesem fiesen – kalten Wind) war es ein richtig cooler Lauf. Eine tolle Strecke, für so lange Einheiten! Freue mich jetzt schon auf den nächsten langen Lauf :-) Beim Auswerten meiner Trainingseinheit stellte ich fest, dass ich einen ziemlich niedrigen Puls hatte :-)

Mein Training im Überblick:
Montag. 12 KM davon 4 x 1000 M. in 5:27/KM / Rest Ein.- & Ausl.
Mittwoch: 14 KM in 6:03/km
Donnerstag: 14 KM davon 8 KM in 5:30/KM / Rest Ein.- & Ausl.
Samstag: 25 KM in 6:29/KM
Wochenkilometer 65

P.S.: Auch wenn die Strecke wirklich klasse ist, so freue ich mich auch darauf, dass unsere Heimstrecke endlich vom Schnee, Matsch und Glatteis befreit sein wird. Meine langen Einheiten werde ich wohl über die Felder beibehlaten, doch für die schnelleren Einheiten bleibe ich dann doch lieber in Wittringen :-)

Sonntag, 14. Februar 2010

Woche 1 vom Marathonplan

So schnell rennt die Zeit wieder davon. Die erste Woche, von meinem Trainingsplan für den Düsseldorf Marathon ist schon geschafft.

Die Einheit von Montag habe ich geändert, da ich einen Tag zuvor in Bertlich die 15 KM gelaufen bin. Bei der Marathonplanung stand noch nicht fest, ob ich in Bertlich an den Start gehen konnte oder nicht. Also war ich Montag`s 10 lockere KM unterwegs. Diese haben, trotz des Wetters, richtig gut geklappt. Nach langer Zeit, konnte ich meinen Puls, endlich mal wieder, im 70% Bereich halten.

Am Mittwoch standen 12 KM in 6:10/KM auf meinen Plan. Hier hieß es auf einer dünnen Schneedecke, bei – 3,5 Grad und einem fiesen – eisigen Wind zu laufen. Ich war auf einen Pendelkurs ( entlang der Straße ) unterwegs. Auf dem Hinweg kam der Wind von hinten. Ich spürte das gar nicht, war nur überrascht, dass mir das Tempo so leicht viel. Als ich nach 6 KM die Kehrtwende einschlug und mir der eisige Wind entgegen kam, war mir einiges klar :-) Die ersten 6 KM liefen ziemlich locker, doch die zweite Hälfte wurde durch den Wind richtig schwer. Somit stufe ich diesen Lauf als schwer ein :-) Trotzdem war meine Pace 3 Sekunden pro KM zu schnell *grins* Aber was sind 3 Sekunden *lach*

Die Einheit am Donnerstag war richtig schwer. Die Pace 5:30/KM auf nicht schneefreier Strecke, noch dazu teilweise rutschig und das ganze bei – 3 Grad, machen nicht wirklich viel Spaß. Es war vom Faktor Anstrengung bald mit einem WK zu vergleichen, doch mit meinem Ziel vor Augen, boxte ich mich durch diese 8 KM. Kurzzeitig war ich am überlegen, ob ich nicht nur 6 KM in 5:30 rennen soll, doch diesen Gedanken verwarf ich sofort *grins* Ohne Fleiß – kein Preis – oder wie sagt man das so schön *lach* Das kann doch nicht sein, dass ichdirekt in der ersten Woche schon resigniere und wegen dem Faktor Anstrengung meinen Plan umschmeiße. Bin ich am Mittwoch 3 Sekunden zu schnell unterwegs gewesen, so war ich heute 2 Sekunden zu langsam *grins* Komisch die 2 Sekunden zu langsam nerven mich aber – wobei ich bei den 3 Sekunden zu schnell sage: „Was sind drei Sekunden“? :-)

Am Samstag hieß es dann einen langen Lauf. Meine längste Distanz seit nach dem New York Marathon war 17 KM. Also plante ich für heute 20 evtl. 22. Die Entscheidung sollte spontan, je nach Empfinden, fallen. Es ging in Richtung Kirchhellen ( Heidesee ) und über Zweckel ( Maschinenhalle ) zurück. Ein schöner Rundkurs. Es geht zwar teilweise auch entlang der Straße, aber auch schön über Felder – richtig in die Natur. Eine tolle Strecke. Sehr hügelig und teilweise anstrengend, aber einfach nur schön. Bis auf ca. 8 KM war die Strecke endlich mal Schnee. – und Glatteisfrei. Man war das schön :-) Dafür waren dann die nicht geräumten ( teilweise glatten Abschnitte ) um so schwieriger. Meine geplante Pace von 6:30 konnte ich richtig gut halten. Es war ein rundum schöner Lauf. Unterwegs war ich dann am überlegen, wo ich evtl. 2 KM dran hängen könnte, da ich 22 KM Laufen wollte. Die Überlegung hat sich dann aber von selbst aufgehoben, weil ich tatsächlich geschafft habe, mich einen KM vor unserer Stadt zu verlaufen. Ich war bisher nur einmal über diesen Rundkurs unterwegs. Dort war die Strecke völlig verschneit und ich habe mich leider für die falsche Abbiegung entschieden. Somit zeigte mir meine Garmin am Ende die evtl. geplanten 22 KM an :-)Witzig war die Frage von Roland, als ich zu Hause ankam: „ Hast Du dich verlaufen“? Und ich sage wahrheitsgemäß: „JA“! *lach

Und heute kann man sagen: „ Gut, dass unser langer Lauf gestern war, denn heute ist wieder alles tief zugeschneit ( siehe Foto`s )!

Mein Training im Überblick:
Montag. 10 KM in 6:34/KM
Mittwoch: 12 KM in 6:07/km
Donnerstag: 12 KM davon 8 KM in 5:32/KM
Samstag: 22 KM in 6:30/KM

Sonntag, 7. Februar 2010

Saisoneröffnung

Wieder zurück aus Bertlich. Lange war ich nicht mehr so nervös, wie heute. Mit so viel Ungewissheit in einen WK zu gehen, ließ meinen Puls schon stark steigen *lach* Wie michi mal so schön sagte: "Boah ich hatte Puls" - so ging es mir heute. Und jetzt im nachhinein muss ich sagen: "Die ganze Aufregung war umsonst"! Es war ein klasse Lauf, der mir sehr viel Bestätigung gegeben hat, dass ich ab morgen genau so in meinen Trainingsplan einsteigen kann, wie ich ihn auch geplant habe.

Meine Zielzeit war 1:23:51 / Pace 5:35 Min.KM / Platz AK 2

Das hat mir gezeigt, dass ich doch noch, das Tempo 5:40 Min./km, auch über viele KM halten kann. Das war mir heute wichtig zu sehen, denn das entspricht ja schließlich die Pace für eine sub 4 Stunden :-)

Also - ab jetzt wird es ernst. Ich freue mich auf meinen Trainingsplan :-)

Einen Bericht zum Lauf gibt`s auf unsere HP

Donnerstag, 4. Februar 2010

Die Entscheidung ist gefallen

Am Sonntag ist Bertlich – Tag.

Vor meiner OP hatte ich eigentlich den HM in Planung - zumindest weit hinten in meinem Hinterkopf. Nachdem ich doch länger pausiert habe, als ich mir Anfang Januar erhofft hatte, ist es wohl sinnvoller auf eine kürzere Distanz zuzugreifen.

Ich habe mich jetzt entschieden, über die 15 KM Distanz an den Start zu gehen. Meine bisher angepeilte Pace liegt zwischen 5:30 Min./km bis 5:40 Min./km. Ob ich das allerdings auch umsetzen kann, muss man abwarten.

Nach meiner Laufpause bin ich bereits 2 x im Training eine Pace von 6:22 Min./km gelaufen und es fiel mir sehr schwer. Mein Puls war so hoch, als liefe ich eine Tempoeinheit. Kaum zu glauben, wie viel ich scheinbar doch an Tempo verloren habe. Klar, das war Training, mit leckerer Carbonare am Vorabend, aber erschrocken hat mich das schon. Also ist Bertlich eine Überraschung für mich. Ich starte mit der angepeilten Pace und sollte ich es nicht halten können, schalte ich eben einen Gang zurück.

Theoretisch sollte es aber klappen, denn beim Silvesterlauf lief ich eine schnellere Pace. Damit kann man das ( denke ich ) relativ gut vergleichen, denn so wenige Tage nach Weihnachten, läuft man ja auch nicht unbedingt unter normalen Wettkampf-Bedingungen.

Die Entscheidung fiel, da ich eh vor Ort sein werde. Ob ich nun meine KM hier abspule, oder bei einer netten Veranstaltung. Außerdem gibt es dort dann wenigstens Kuchen *freu* Zu Hause bekomme ich das ja für gewöhnlich nicht, wenn ich vom Training komme :-)

Freitag, 29. Januar 2010

Endlich wieder auf die Piste

Was macht Frau, wenn sie mittags um 12:00 Uhr grünes Licht vom Arzt bekommt, dass alle Blut und Urinwerte wieder in Ordnung sind und sie wieder auf die Piste darf? Nervös durch die Wohnung laufen und mit den Füßen schaben, denn ab 12:00 Uhr wollte die Möbelspedition kommen, weil wir unser neues Schlafzimmer geliefert bekommen sollten. Komisch da freue ich mich wochenlang auf unsere neuen Möbel – neue Möbel sind doch etwas wundervolles und plötzlich sind die mir total egal :-) Viel lieber wäre ich direkt in meine Laufausrüstung gesprungen und losgerannt :-) Nun hatte ich ein Problem und suchte nach Lösungen. Ich wollte doch nun auch los!

Ich bekam sponan tolle Vorschläge ( nenne hier mal keinen Namen - ha-ha ), wie ich nun mein Problem lösen sollte

1)Zettel an die Tür heften, mit dem Hinweis, dass ich endlich wieder laufen darf und gerade keine Lust habe auf neue Möbel habe

2)Zettel an die Tür, dass ich endlich wieder laufen darf, sie mögen bitte warten – bin in einer Stunde wieder da

3)Die guten Leute können mir die Stunde laufen ruhig gönnen und die Zeit nutzen, indem sie Möbel so lange auf der Terrasse vormontieren

4)Selbst machte ich meinem Schatz den Vorschlag, er soll Feierabend machen und selber hier Wache schieben, bis die Möbel da sind und stehen

Alle Alternativen waren aber eher nicht gut – wenn auch witzig *lach*. Mal abgesehen davon, dass die Spedition sich sicher nicht gefreut hätte, mein Schatz fand die Idee auch nicht gut :-)

Also musste ich mich gedulden und plante dann etwas später los zu düsen.
Leider kamen die guten Leute so spät, dass sie sich erst um kurz vor 19:00 Uhr verabschiedeten. Man ich dachte schon, die wollen direkt in unserem neuen Bett bleiben. Ein paar Mal machte ich eine Stip-Visite, wie weit die beiden sind, aber umso später es wurde, umso weniger Hoffnungen hatte ich, dass ich noch los kann.
Bis die Möbel dann standen, war mir bereits schlecht vor Hunger, da wir immer erst abends warm essen. Auch im Schlafzimmer stand noch einiges an Arbeit an und somit cancelte ich einen weiteren Tag meinen Wiedereinstieg.

Als ich mich damit abfand noch einen weiteren Tag nicht auf die Piste zu können, freute ich mich auch plötzlich wieder über unser neues Schlafzimmer :-) Man ist das schön *freu*

Somit ging es heute Mittag los. Nervös pelle ich mich in meine Laufklamotten. Meine Vorfreude ist groß nach 18 Tagen Entzug, aber ein wenig Angst hängt mir auch im Nacken, obwohl alle Werte in Ordnung waren. Draußen ist es nass, völlig matschig und teilweise ganz schön rutschig. Die Temperatur lag bei 1,7 Grad und begleitet wurde ich vom Schneeregen. Jeder der nicht so viele Tage pausiert hat, regt sich voll auf, wie ätzend das Wetter zum Laufen ist, doch mir was das heute völlig egal. Ich freute mich, endlich wieder unterwegs sein zu dürfen. Auch meine Angst legte sich schnell. Ich genoss jeden Meter, auch wenn es eigentlich eher eine Matschschlacht war, als ein toller Lauf. Insgesamt lief ich lockere 10 KM in einer Pace von 6:42 Min./km. Und was soll ich nun sagen? „ Es fühlte sich richtig gut an!"

Ich fühlte mich gut erholt und es war komischerweise nicht schwieriger, als vor meiner Pause :-)

Zu Hause ging es direkt unter die heiße Dusche. Nach der Dusche direkt 2 Orangen hinterher und ein Schälchen Früchte-Müsli. Das sollte reichen, als Vitaminbombe, nach so einem Lauf :-)

Jetzt kann ich wieder nach vorne blicken!

Mittwoch, 27. Januar 2010

Hoffentlich habe ich Glück

Zuerst einmal die beste Nachricht: „ Mir geht es wieder gut „

Mit jedem Tag ging es nur mühsam nach vorn und dieses Rumlungern schlug mir richtig auf`s Gemüt.

Am Freitag war ich dann zum ersten Mal wieder arbeiten, obwohl ich auch noch gepflegt pausieren durfte. Ich wollte aber nicht mehr. Ich wollte wieder einen Alltag. Ich wusste und merkte, dass ich noch nicht 100%tig die alte war, aber ich musste einfach raus. Ich ließ es langsam angehen und benötigte eine ganze Stunde mehr für die Arbeit, als ich es sonst schaffe, aber das war mir egal und meinem Chef sowieso. Der war auch einfach nur froh, dass ich wieder da bin :-)

Es war als ob ich das gebraucht habe. Ab Samstag ging es mir plötzlich deutlich besser. Ich war total glücklich, dass mich mein Arbeitstag nicht wieder zurück geworfen hat und es mir endlich spürbar besser ging. Ab hier ging es so krass aufwärts, wie ich auch Schach Matt geschlagen wurde *freu*

Bis einschließlich Montag hatte ich mein Antibiotikum zu schlucken. Auch das ist jetzt endlich vorbei. Dieses fiese Zeug trägt ja noch zusätzlich dazu bei, dass man ziemlich kraftlos und down ist.

Jetzt wo es mir wieder gut geht – will ich natürlich auch am liebsten direkt los. Doch so sehr es auch in den Füßen juckt, so viel Angst habe ich auch. Das war einfach zu krass. Diese Schmerzen haben mich so geprägt, dass ich noch nie so viel Angst, vor einem Wiedereinstieg hatte. Ich denke immer: „ Oh Gott, wenn das zurück kommt“!

Nach Absprache mit meinem Doc, ging es heute zur Blutabnahme und auch mein Urin wird nun noch einmal auf Entzündungswerte geprüft. Mein Doc sprach meinen Satz zu Ende, als ich sagte: „ Und wenn die Werte in Ordnung sind ------( der Doc spricht weiter ) – dann können sie wieder auf die Piste *lach*

Also drücken wir nun mal die Daumen, dass die Werte jetzt alle in Ordnung sind und ich endlich wieder los darf :-)

Übrigens bin ich mittlerweile kein Depri mehr. Ganz im Gegenteil. Ich glaube sogar, dass es gut war, diesen Dämpfer bekommen zu haben. Somit war ich wenigstens so lange geduldig und vorsichtig, obwohl mich das ziemlich genervt hat, den ganzen Tag nur abhängen und warten, bis man wieder schlafen gehen kann. Die Tage gehen so ja nie vorbei.

Jetzt aber liegt diese Sache hinter ( hoffe ich ) und ich kann nach vorne blicken. In 12 Tage beginnt normalerweise mein Marathon-Trainingsplan. Darauf konzentriere ich mich dann jetzt :-)

Donnerstag, 21. Januar 2010

Bin gerade ein Depri

Am Montag, den 11.01. ging es ab in den OP. Ein kleiner – eigentlich harmloser Eingriff stand mir bevor. Dieser Eingriff stand in Dezember schon fest, doch es konnte bis nach den Feiertage warten. Wer lässt sich auch schon freiwillig vor Weihnachten operieren, wenn man die Wahl hat. Da es nichts großes sein sollte, glaubte ich, ich habe Zeit – ich kann es direkt Anfang Januar machen lassen und dann getrost Anfang Februar in meinen Marathonplan einsteigen. Das war leider falsch gedacht! Lass die OP noch so klein sein – so ganz harmlos ist ein Eingriff in den Körper nie. Leider hat jeder Eingriff auch Risiken. Da wir eh meist vom Pech verfolgt werden, kam es auch hier, wie man es bei uns kennt. Ein äußerst seltenes Risiko und ich schreie hier. Werde durch einen eigentlich kleinen Eingriff mal eben „ Schach – Matt „ geschlagen. Mit hohem Fieber, Entzündungen, einer Medikamenten-Allergie und einer dicken Rotznase, bekomme ich ein zweites ( neues ) Antibiotikum und Bettruhe. Zuerst störte mich das nicht, denn ich hatte höllische Schmerzen und fühlte mich auch so ziemlich bescheiden. Also blieb ich gerne liegen, verschlang ein Buch nach dem nächsten. Natürlich alles Laufbücher *grins*. Sa langsam geht es aufwärts. Meine Temperatur eiert nur noch so knapp über 37, meine Schmerzen sind im Vergleich zur letzten Woche – kaum erwähnenswert und meine Füße fangen langsam an zu zappeln. Bereits vor dem Eingriff schwor ich mir aber, erst loszurennen, wenn ich grünes Licht vom Doc erhalte. Nachdem es sich so gekommen ist, musste ich erst Recht auf das grüne Licht vom Doc warten. Tief hinten im Kopf hoffte ich, dass ich am Wochenende so langsam wieder lostraben könnte. Doch das war nur Wunschdenken. Heute ging es zur Kontrolle zum Doc. Garantierte Laufpause ist vorerst bis einschließlich Montag. Wenn ich Pech habe, sogar noch den ganzen Januar. Das war natürlich ein Schlag für mich. Klar Gesundheit geht vor und ich riskiere nichts, aber am 08.02 wollte ich eigentlich mit einer relativ guten Grundlage in meinem Trainingsplan für den Düsseldorf Marathon einsteigen. Jetzt bin ich voll der Depri :-(

Donnerstag, 31. Dezember 2009

Doppelter Abschied

Das Jahr 2009 geht in wenigen Stunden zu Ende - wir nehmen Abschied. Wie bei uns gewohnt, ist viel passiert. Von manch negativen Ereignissen sind wir leider nicht ganz verschont geblieben, aber wenn man mitbekommt, was manch andere Familien mitmachen - so sind das bei uns eigentlich nur harmlose Ereignisse. Man empfindet viele Dinge zwar immer als besonders schlimm, wenn man sie gerade durchlebt, aber ich baue mich immer auf, indem ich mir vor Augen halte, dass es einem ganz anders treffen könnte. Außerdem sind wir ( mein Schatz & ich ) - gemeinsam immer stark :-) Ohne Hindernisse geht das Leben eben an keinem vorbei!

Wunderbar aufbauen kann man sich natürlich auch, mit Gedanken an besonders schöne Ereignisse. Wie z. B., dass ich in diesem Jahr endlich einen Job gefunden habe, wo ich mich pudelwohl fühle, unsere Reise nach New York, unser Griechenlandurlaub und und und!

Noch zu erwähnen ist der heutige Jahresabschlusslauf " Silvesterlauf von Werl nach Soest - 15 KM " Auch der macht mich unglaublich stolz. Hier lief ich eine Zeit von 1:21:50 *freu*! Das Ergebnis ist eine tolle PB und gleichzeitig mein persönlicher Streckenrekord um 2 Minuten und 18 Sekunden. Vor dem Start zweifelte ich sogar eine Zeit unter 1:23:00 an. So viel gesündigt mit süßen, Wein, Likör und vieles mehr und dann so ein Ergebnis. Niemlas hätte ich das selbst geglaubt :-) Die Freude war so schon groß genug, aber nachdem ich jetzt die Ergebnisliste gesehen habe, freue ich mich noch mehr. Eine so coole Platzierung zum Jahresabschluss. Gesamtergebnis: Platz 2185 von 4237
Frauenwertung: Platz 231 von 1017 * cool------freu-----freu*

Abschied nehmen, musste ich heute auch von meiner Altersklasse. Das Jahr 2010 heißt für mich W40. Jetzt führt kein Weg dran vorbei. Ich muss schneller werden, wenn ich noch einmal Platz 1, 2 oder 3 in meiner Alterklasse laufen möchte :-) In der W40 wird es schwieriger.

So feier wir heute einen doppelten Abschied und in wenigen Stunden das Jahr 2010!

Ich wünsche ALLEN EINEN GUTEN RUTSCH INS NEUE JAHR - bzw. ein FROHES NEUES JAHR!

Donnerstag, 10. Dezember 2009

Meine Zahnarztphobie & ich

Meine Angst vor einem Zahnarzt ist kaum noch zu schlagen. Sie ist so groß, dass ich es schaffte weit über 10 Jahre solche Ärzte zu meiden. In diesem Jahr wusste ich, muss ich mich irgendwann einmal überwinden. Da Roland hier in Gladbeck einen ( nach seiner Meinung nach ) top Zahnarzt hat, ließ ich mich überreden, auch dort hinzugehen. Da dieser Doc auch eine HP besitzt und man per Mail mit ihm in Kontakt treten kann, erschaffte ich mir über diesen Weg, meine erste Meinung. Klar - es ist nicht der beste Weg, aber so wollte ich für mich abchecken, wie er mit so extrem-Angsthasen umgeht. Es war unglaublich, aber dieser Arzt schaffte es per Mail, mich zu überzeugen, dass ich ihn aufsuchen muss. Er ist fachlich absolut kompetent, hat vollstes Verständnis, dass es solche Menschen gibt - wie mich, nicht so typisch Arzt - eher ziemlich auf Kumpel, hat ein unglaublich nettes junges Team und ist so gut organisiert, dass man nie lange Wartezeiten hat. Für so Angsthasen, natürlich genau richtig :-) Auf anraten des Arztes verlief der erste Termin zuerst ganz harmlos. Nur Gespräch, Röntgenaufnahmen und eine normale Kontrolle. Bis auf ein paar Füllungen, die erneuert werden mussten, war nichts grosses zu tun. Mit zwei Terminen war ich fertig :-) Bei einem Zahn, schaffte er zwar, die Füllung zu erneuern, warnte mich aber behutsam, dass dieser Zahn irgendwann Probleme machen wird und er gezogen werden muss. Er hätte ihn auch sofort ziehen können, doch er gab mir eine Schonfrist, um mich nicht direkt ins kalte Wasser zu schmeißen. Das ganze liegt jetzt ca. 4 Monate zurück. Vor ca. einer Woche aß ich ein extrem hartes Brötchen. Ich kaute genau auf dieser Seite und spürte plötzlich einen heftigen Schmerz. Irgendwie musste ich mir, mit einem dicken Brötchen Krümel direkt in diese Füllung gehauen haben. Es vergehen Tage und ich spüre wieder, dass dieser Zahn plötzlich immer wieder Probleme machte. Schmerzen kamen und gingen. Ich dachte nun an die Warnung, dass dieser Zahn irgendwann gezogen werden muss. OK - dachte ich. Rette Dich irgendwie ins neue Jahr - nicht jetzt vor Weihnachten. Ich begann, mich seelisch darauf vorzubereiten, dass ich in 2010 dann meinen ersten Zahn gezogen bekommen werde. Von Sonntag auf Montag werde ich geweckt. Starke Schmerzen ließen mich nicht wieder einschlafen. Am Montagmorgen nehme ich wieder per Mail Kontakt, mit meinem Arzt auf und schilderte ihm die Sachlage. Wegen Arbeit und der 50. Geburtstag meiner Freundin, quälte ich mich noch bis Dienstag 17:00 Uhr mit meinen Zahnschmerzen durch die Stunden. Beim Checkup ( inkl. Röntgenaufnahme ) stand fest - der Zahn muss weg. Ich hatte ihn mir genau in der Mitte geteilt - sogar die Wurzel war mittig durch. Also hieß es nun - weg das Ding. Meine Angst, kann ich in Worten gar nicht wiedergeben. Der Doc versuchte mich mit vielen lieben Worten und einer High-Tech Brille abzulenken, doch nichts half. Ich hatte Panik ohne Ende. Alles ging sehr schnell und problemlos. Eh ich mich versehen habe, hatte ich alles hinter mir. Keine Schmerzen hatte ich verspürt :-) Das Ding - was einmal ein Zahn war, bestand aus 4 Einzelteile. Unter dem Zahn hat sich ein Entzündungsherd gebildet, welches direkt mit entfernt wurde. Das erste, was ich sagte, als ich fertig war und dem Roland gegenüberstand: " Jetzt brauche ich eine Dusche "! :-) Man war mir warm!

Jetzt im Nachhinein bin ich positiv überrascht und denke, dass es für meine Panik gut war, dass es so verlief. Ich hoffe, dass mir diese Erfahrung nun hilft, meine Angst ein wenig zu dämpfen.

Mein Arzt bekam auch direkt ein Lob von mir, dass er einen guten Job gemacht hat. Auch er litt mit mir mit und sagte mir während der Behandlung, dass auch er es gerade völlig ungern macht - wir aber leider beide dadurch müssen :-)

Am selben Abend, als dann die Betäubung nachließ, machten sich natürlich heftige Schmerzen breit. Auf Rat meines Arztes nahm ich Ibuprofen. Es half mir sehr gut und ich konnte eine ruhige Nacht genießen :-) Jetzt geht es mir fast sehr gut und morgen kann ich wieder rennen gehen * freu *.

Übrigens diese High-Tech Brille ist speziell für Angstpatienten. Sie wird an einem I-Pod angeschlossen, hat direkt verstellbare Kopfhörer, so dass man es individuell auf sich einstellen kann und man kann damit Musikvideos oder Kurzfilme gucken. Sie ist klein, bietet aber trotzdem ein recht großes Bild und stört den Doc nicht bei seiner Arbeit. Sie liegt so an den Augen an, dass man nicht komplett abgeschottet ist, denn aus den Augenwinkeln heraus, bekommt man trotzdem alles mit, wenn man möchte. Aber wie gesagt, mir half dieses Teil gar nicht. Wem es aber hilft, finde ich, ist es eine super Idee! Finde voll gut, dass der Arzt sich so extrem mit solchen Patienten beschäftigt.

Mittwoch, 11. November 2009

Berlin - Berlin - wir fahren nach Berlin !!!



Der eine große Höhepunkt liegt gerade mal wenige Tage hinter uns, da steht das nächste Highlight an :-) Letzten Monat konnten wir singen:
" Ich war noch niemals in New York " und jetzt singen wir in den nächsten 10 Monaten: " Berlin -Berlin - wir fahren nach Berlin "!

Mein Schatz ist eben immer für eine Überraschung gut :-)
Ich freue mich weg * FREU-FREU*!

Wenn wir diesen Marathon gelaufen sind, haben wir die drei größten von Deutschland kennen gelernt.

Dienstag, 10. November 2009

Ärztliche Laufpause bis einschließlich Sonntag

Mich hat es leider doch mehr erwischt, als ich mir als süchtige Läuferin gewünscht habe. Meine Selbstbehandlung mit Erkältungstee, Inhallieren, Gelom Myrtol forte, Salbei, Zink, gepresste Citrone, Holundertee mit Zitrone und und und hat nicht wirklich viel Wirkung gezeigt. Irgendwie kam dann heute doch ein wenig Unbehagen in einem auf, wegen der Schweinegrippe. Die zeigt sich zwar anders, als ich mich fühle und meine Temperatur liegt bei bescheidenen 37,5 Grad, aber komisch wird einem schon, wenn man so lange dagegen ankämpft und es sich nicht wirklich bessert!
Also ging es heute zum Doc.
Diagnose: Ich habe die Nasennebenhölen und die Atemwege entzündet und geschwollen. Habe direkt ein Antibiotikum ( Ambroxol AL comp. gegen die Entzündung ) und Nasenspray ( Nasonex - in Form von Kortison ) bekommen, damit die Atemwege abschwellen. Gleichzeitig wurde auch ein Lungenfunktionstest durchgeführt, weil ich ziemlich bescheiden Luft bekomme. Der durchgeführte Lungenfunktionstest ist aber, wie bei einem jungen Mädchen :-) Hängt wohl damit zusammen, dass die Atemwege so angeschwollen sind.

Leider heißt es erst einmal Laufpause - bis einschließlich Sonntag. Danach erst sehen, ob die leicht erhöhte Temperatur weg ist ( und weg bleibt ) und wie das allgemeine Empfinden ist. Auch wenn die Beine zappeln, wirklich nach Laufen fühle ich mich auch nicht - dafür ist die Luft zu knapp. Ich war zwar immer am überlegen, ob ich nicht eine kleine - ganz lockere Runde drehen soll, aber der Verstand war doch stärker als die Sucht :-) War auch gut so, sage ich jetzt, wo ich die Diagnose kenne !

Samstag, 7. November 2009

New York City

Jetzt sind schon ein paar Tage vergangen, seitdem wir wieder zurück sind und es kam bei mir doch tatsächlich eine Erkältung durch. Jetzt habe die Nase dicht. Also waren die Halsschmerzen scheinbar doch keine Erklärungen für die sogenannte Marathonkrankheit :-) Scheinbar kam es aber nicht richtig durch, weil ich ständig mit Zink - Salbei - Vitamin C und Nasenspray dagegen gewirkt habe. Zu Hause angekommen, geriet das natürlich in Vergessenheit und seit gestern ist der Schnupfen durch. Heute habe ich die Stirn und die Nasennebenhöhlen ziemlich zu. Das allgemeine Wohlbefinden ist aber gut und Fieber habe ich auch keins. Spielt sich scheinbar alles nur in der Rübe ab! Scheinbar habe ich jetzt das, was Roland vor der Reise hatte. Jetzt liegt New York aber hinter uns und ich finde es nun nicht so tragisch, dass ich meinem Körper ein wenig Ruhe gönnen muss! So kann ich mich auf unsere Laufberichte für unsere HP konzentrieren *grins*. Gerade eben habe ich den Bericht von unserem 2. Tag in New - auf unsere HP eingestellt!

Zu den Berichten geht es hier entlang

Unter dem Link New York werden nach und nach unsere Berichte eingestellt. Jeweils aus Sicht von Roland sowie aus meiner Sicht!

Boah ist das schön beim schreiben, alles noch einmal so haarklein zu durchleben :-)

Mittwoch, 4. November 2009

New York City ist der absolute Hammer

So wir sind zurück und ausgeschlafen bin ich nun auch. Nachdem wir am Montag früh so gegen 4:30 - 5:00 Uhr ( Amizeit ) aus dem Bett geworfen sind ( wie jeden Tag - durch den Krach - später mehr dazu ) ging es gestern Mittag um 15:45 Uhr ( Deutscher Zeit ) ab ins Bett. Ich war so KO, dass ich glaubte - total krank zu sein. Ich bekam kaum noch meine Beine hoch, meine Augen fielen fast beim gehen zu und ich fühlte mich, als hätte ich 40 Grad Fieber :-) Geschlafen habe ich dann bis Abends 22:00 Uhr und dann ab 1:00 Uhr bis heute Morgen um 10:30 Uhr :-) Ich denke das war genug, denn nun fühle ich mich wieder richtig gut. So gut, dass ich gerade darüber nachdenke, gleich in meinem neuen Dress ( Finisher Shir u.s.w.) - eine Runde über meine Hausstrecke zu traben *grins-grins* - mal sehen - ist ja noch früh !

Zu den letzten Tagen, kann ich nur sagen: " Es war rundum - der absolute Hammer "!! Bin nun gespannt, ob ich diese unglaublich vielen - wunderbaren Eindrücke sortiert bekomme - um ordentliche Berichte schreiben zu können.

Zum Marathon: " Es stimmt, wie man immer gehört hat, dass jeder Läufer oder Läuferin diesen Lauf in seiner Sammlung haben MUSS. Das - was man dort fühlt, werde ich kaum in Worten wieder geben können. Ich hatte mindestesn 40 KM Gänsehaut. Das ist Fete pur !!! Einfach ein absoultes Highlight. Ich habe bisher keinen Marathon so gefeiert - bzw. mich so feiern lassen * FREU - FREU - FREU...........* Meine Zielzeit von 4:26:32 macht mich absolut stolz :-)