Dienstag, 28. Juli 2009

Es ist echt seltsam

Irgendwie sind manche Dinge in der Laufgeschichte echt verdammt komisch. Ich laufe am Wochenende mit Michi ihr Tempo (Samstag 10 KM in einer Pace von 7:04/km am Sonntag 24 KM in einer Pace von 7:06/km) und bin völlig im Eimer und am Montag sieht alles ganz normal aus!

Am Montag begann mein Marathoplan, den ich wegen der geplanten WK und als Puffer, für evtl. Probleme auf 14 Wochen gestaltet habe. Da ich bereits Samstag und Sonntag unterwegs war, machte ich mir seit Tagen Gedanken, ob ich die Laufeinheit am Montag nicht abändern sollte. 3 Tage hintereinander Laufen, kennt mein Körper irgendwie nicht wirklich. Gedanklich stellte das ein Problem für mich dar. Da mir der Gedanke aber nicht gefiel, direkt die erste Laufeinheit aus meinem Plan umzuschmeissen oder sogar ganz zu streichen, wartete ich erst noch ab, wie ich mich am Montag fühlte. Als ich am Montag aufstand und es mir richtig gut ging, stand es fest, dass ich laufen gehen werde. Auf dem Plan standen 5 x 800 Meter in 5:30/km mit 400 Meter traben. Insgesamt mit Ein.- und Auslaufen 10 KM ! Draussen herrschen sommerliche Temperaturen und ich halte mir im Hinterkopf die Pace von 5:30 evtl. nach oben zu korrigieren. Bis ich allerdings am späten Mittag in meinen Laufsachen auf der Terasse stand, hat sich der Himmel von himmelblau auf schwarz verfärbt und es zog eine leicht kühle Luft über mich hinweg. Ich sage noch zu Roland, dass es bestimmt noch regnen wird und wir machen uns auf dem Weg. Ich laufe mich 2,4 KM ein, meine Beine sind locker und fühlen sich gut an und ich entscheide ganz spontan, die Zeit nicht nach oben zu korrigieren. Ich wollte nach Plan laufen!! Die knalle Sonne war auch weg, also sprach nichts mehr dafür, irgendetwas zu ändern. Meine Uhr piept für meine ersten 800 Meter, ich erhöhe direkt das Tempo und es fühlt sich richtig - richtig gut an :-) Während des ersten Intervalls überraschte mich dann auch ein plötzlicher Platzregen und innerhalb kürzester Zeit war ich völlig durchnässt. Ich renne meine Intervalle durch den strömenden Regen - habe voll Spaß und fühle mich Pudelwohl :-) Das ist mein Training :-) Alle Sorge umsonst - manchmal wäre es besser, nicht so viel zu Denken !!!

Hier die Zeiten der 800 Meter:

4:20, 4:25, 4:24, 4:23, 4:22 ( Macht eine Pace von 5:28/km )

Ich würde mal sagen, besser geht es fast gar nicht !! Ich freue mich wie ein König

Montag, 27. Juli 2009

Das Wochenende war viel zu schnell vorbei

Man freut sich auf manche Momente ganz besonders, fiebert diese Momente ganz sehnsüchtig entgegen und dann sind sie immer viel zu schnell vorbei.



Die letzten Tage fieberte ich dem Wochenende entgegen, weil Michi von Freitag bis Sonntag zu uns kommen wollte. Da Freitag noch ein ganz normaler Arbeitstag für Michi war, konnte sie erst um 17:05 Uhr hier bei uns mit dem Zug ankommen. Zeitig (wie immer) machten Roland und ich uns auf die Socken, um sie vom Bahnhof abzuholen. Wir sind 10 Minuten zu früh vor Ort und sehen auch Michi schon dort stehen. Sie hat kurzfristig ihre Linie geändert und dadurch war sie auch schon ein wenig eher da. Schön, dass wir auch früher da waren, denn wenn sie dort hätte warten müssen, wäre ja auch irgendwie doof. Außerdem hatten wir so ganze 15 Minuten mehr, von unserer kostbaren Zeit :-) Da wir alle drei nicht mundfaul sind, waren wir direkt in Gespräche verwickelt und fuhren wie drei Gisela`s zu uns :-) Zu Hause angekommen, zeigte ich Michi zuerst unser Heim und ganz besonders ihr Zimmer, wo sie sich heimisch fühlen sollte. Anschließend tranken wir gemütlich Kaffee und redeten was das Zeug hielt! Es ist, wie man schon einmal sagte, irgendwie komisch – wir kennen uns noch gar nicht lange und können reden, als kennen wir uns schon ewig. Unsere gemütliche Runde setzten wir am frühen Abend, gemütlich mit Raclette fort. Da Michi das noch nie gemacht hat, machte es einem noch mehr Freude, da sie etwas neues kennen lernte :-) Ich denke wir haben ihr Geschmack getroffen und es hat ihr hoffentlich gut geschmeckt. Aber so lange, wie wir an dieser gemütlichen Runde gesessen haben – denke ich schon :-) Nachdem unsere Mägen, mit vielen leckeren Sachen gefüllt waren, machten wir es uns auf der Couch bequem und genossen den Abend. Wir erzählten und lachten, was das Zeug hielt – bis tief in die Nacht! Als wir irgendwann erschrocken feststellten, dass wir schon die 1 Uhr – Grenze überschritten haben, machten wir uns doch langsam auf, um in die Falle zu kommen :-) Da Michi das Gegenteil von einem Langschläfer ist, hatte ich eine ziemlich unruhige Nacht. Ich wollte ja nicht, dass ich so viel länger schlafe als sie :-). Auch wenn sie beteuerte, das sei nicht schlimm, so fände ich das blöd! Außerdem wollten wir am Samstagmorgen unsere 10 lockeren KM drehen und anschließend shoppen gehen. Da hätte lange schlafen ja nicht ins Programm gepasst :-)

Nach einem kleinen Snack machten Michi und ich uns dann am Samstagmorgen um 8:17 Uhr auf die Socken und drehten unsere 10 KM. Locker in Michi ihr Tempo ging es ab, auf unsere Heimstrecke Wittringen. Ich freute mich auf das gemeinsame Laufen und musste leider feststellen, dass ein Tempo von knapp über 7 Minuten zu anstrengend für mich ist. Wir liefen und redeten und Michi genoss die Strecke :-) Für sie war es doppelt so schön, da eine neue Strecke immer etwas Besonderes ist und weil sie sonst nur Asphalt läuft. Es freute mich, dass es ihr gefiel und sie es genießen konnte, denn Trainingstechnisch hatte sie einen guten Tag und lief locker nach ihrem Plan. Mir fielen die KM allerdings sehr schwer – aus welchen Gründen auch immer. Aber trotzdem muss ich sagen, dass es mir sehr gut gefallen hat und ich Michi begeistern konnte.



Zu Hause gab es dann eine Dusche und ein ausgiebiges Frühstück und fröhlich machten
wir uns auf, zu unserer Shoppingtour. Michi freute sich ganz besonders auf dem Runners Point Lagerverkauf uns somit steuerten wir auch als erstes diesen Laden an. Ich fand es richtig toll, wie eine übermäßig-laufsüchtige sich durch diesen Laden wühlte :-) Michi kroch durch den Laden, wie Alice im Wunderland und freute sich fast den Hintern ab, als sie sogar noch einen gesuchten Laufschuh fand. Das ist schon ein ziemlich großer Zufall, da es ja nun Lagerverkauf ist und man nicht alle Artikel aus Runners Point findet. Schon gar nicht, noch die passende Größe !
Gemeinsam hatten wir heute aber extrem viel Glück und beide fanden wir viele schöne Dinge, die wir einfach mitnehmen mussten :-) Das Highlight allerdings war der Schuh :-) Einmal bekam ich sogar von Michi den Befehl, ich solle auf die Dinger aufpassen, weil sie noch weiterstöbern wollte :-) Wir ergatterten anschließend aber noch ein paar andere schöne Dinge bei Tchibo, Erstlings Family und DM ! Wir waren so in unserem Element, dass uns im letzten Laden noch einfiel, dass ich für Roland Salztabletten aus der Apotheke besorgen sollte. Wir hofften, dass wir noch eine offene Apotheke fanden, da es schon etwas spät war :-) Aber wir hatten Glück und in der letzten Apotheke (wir steuerten insgesamt drei an) bekamen wir auch das noch :-) Fröhlich – voll bepackt und einer leeren Geldbörse ging es dann nach Hause! Zu Hause führten wir unsere Errungenschaften ( siehe Foto ) dem Roland vor. Michi durfte anfange, das sie ja ganz besonders stolz war – wegen ihrem Laufschuh. Sie hatte eine dicke fette Tasche, doch der Laufschuh füllte ihr Herz auch schon allein :-) Den Rest des Tages füllten wir dann ebenfalls bis Mitternacht, mit einem gemütlichen Beisammensein.

Für Sonntag stand ein langer Lauf von 25 KM auf Michi`s und meinem Plan. Da die Wettervorhersage uns darüber informierte, dass es mal wieder ganz spontan Sommer wird, planten wir, dass wir um 7:00 Uhr aufstehen und um 8:00 Uhr starten. Das aufstehen um 7:00 Uhr klappte, aber der Start verzögerte sich um 12 Minuten. So ist es, wenn zwei Gisela`s aufeinander treffen :-) Gemütlich trabten wir los und wie schon seit Freitag, redeten wir fortlaufend. Wir versuchten zwischenzeitlich (beim Laufen) mal zu schweigen, doch das fiel uns ersichtlich schwer. Das funktionierte irgendwie nicht wirklich :-)



Wir liefen zuerst eine Runde über unsere Heimstrecke und anschließend ging es über die Ostermannrunde. Die Ostermannrunde ist nicht ganz so einfach, da sie einige Hügel bis starke Anstiege hat. Michi war darüber informiert, wollte aber auch diese Strecke kennen lernen. Ich sagte ihr, wenn es einen Anstieg gibt, wo sie lieber gehen möchte, solle sie es ruhig sagen. Wir liefen locker nebeneinander, genossen unseren gemeinsamen Lauf und meine Beine waren heute nicht so schwer wie gestern, obwohl wir wieder eine Pace von über 7:00 Min. liefen. Schon ewig lange bin ich nicht mehr diese Pace über mehrere KM gelaufen, doch heute fühlte es sich gut an. Was ich am Samstag nicht unbedingt sagen konnte. Der erste Anstieg geht über eine Autobahnbrücke, welchen wir locker hinter uns ließen. Während wir KM zu KM hinter uns ließen, Michi die Strecke genoss, redeten wir weiter :-) Es war einfach ein geniales Training. Auch heute zeigte sich sehr schnell, dass Michi wieder einen guten Tag hat, denn sie lief fröhlich – locker ihr Tempo. Richtig überrascht war ich an einem richtig knackigen Anstieg. Hier war ich mir ziemlich sicher, dass wir diesen - zumindest zur Hälfte hoch gehen, doch Michi trabte auch diesen Anstieg hoch. Ich war echt überrascht und ich freute mich für sie. Ich habe extrem viel Zeit benötigt, um diesen Anstieg laufend hinter mich zu bringen! Ich weiß nicht warum, aber auch in dieser Einheit verließ mich irgendwann mein Puls und es wurde für mich schwierig. Es war voll komisch, da ich meine langen Läufe normalerweise bis zu 40 Sekunden pro KM schneller laufe. Hier und heute war ich aber irgendwie überfordert. Währendessen Michi locker die KM abspulte, verlor ich immer mehr an Kraft. Als wir nach der Ostermannrunde noch einen Ausgleich in Wittringen laufen mussten, um unsere 25 KM voll zu bekommen, sprang mein Puls auf über 180 Schläge. Ich bekam einen ziemlichen Einbruch und wir konnten plötzlich sogar schweigen :-) Auch wenn ich es der Michi sagte, sie merkte es natürlich auch von selbst und ließ mich auch in Ruhe :-) Bei KM 23 hatte ich dann absolut keine Lust mehr. Michi sagte mir, ich könne aufhören, sie liefe die 25 KM noch voll. Sie kannte sich ja nun in Wittringen aus – dachte ich :-) Zuerst fand ich diesen Gedanken nicht so toll, doch spontan entschied ich mich, sie noch bis 24 zu begleiten. Ich fieberten diese doofe piepen meiner Uhr entgegen, was sich komischerweise dann natürlich extrem zieht, wenn man darauf wartet. Meine Uhr piept, die 24 KM sind geschafft, ich stoppe ab und Michi trabt den letzten Berg hoch, um ihre Trainingseinheit für ihren ersten Marathon voll zu machen. Auch wenn ich ziemlich KO war, so bewunderte ich sie, wie locker sie ihre Einheit schaffte. Als ich oben ankam, wo ich auf Michi treffen sollte, sehe ich plötzlich in einer Waldgabelung Michi winken und denke: „ Was macht sie denn da?“ Sie hat es tatsächlich geschafft, sich auf 1 KM zu verlaufen, obwohl sie eigentlich nur geradeaus musste :-) Glücklich und zufrieden über diesen tollen Lauf, gehen wir nach Hause und ließen bei sommerlichen Temperaturen den Tag ausklingen.

Am frühen Abend war dieses ersehnte Wochenende dann vorbei und leider mussten wir Michi dann irgendwann wieder zum Bahnhof bringen. Da freut man sich so sehr auf dieses Wochenende und dann rennt es so an einem vorbei. Ich fand es aber richtig richtig schön, auch wenn mir das Laufen doch recht schwer fiel. Dieses Wochenende ist eine Wiederholung Wert.

Montag, 20. Juli 2009

Manchmal ist man ein wenig balla – balla

Bis zum Einstieg in meinen Marathonplan habe ich nun noch eine Trainingswoche, denn ab den 27.07. startet mein 14 Wochen Plan für New York. Diese Woche laufe ich am Wochenende 2 Läufe gemeinsam mit Michi, doch den Rest der Woche hatte ich irgendwie null Plan, wie ich diese noch ausfüllen soll. Da Roland heute Bahntraining auf dem Programm hatte, beschlossen wir, dass wir gemeinsam nach Gelsenkirchen-Buer fahren und auch ich die heutige Einstieg mit Intervallen ausfülle. Die Frage war – was für Intervalle soll ich machen ? Ich überlegte hin und her, ob 400er, 800er oder 1000er. Wirklich viele Reize auf Schnelligkeit kann ich ja so kurz vor Beginn des Marathonplans eh nicht mehr setzen. Im Marathonplan heißt es ja eher Ausdauer – anstelle von Schnelligkeit. Wir waren dann am späten Mittag auf nach Buer und ich wusste immer noch nicht, was ich laufen soll :-) Da die Sportanlage SSV Buer heute wegen eines Fußballspiels geschlossen war, fuhren wir spontan zu einer Sportanlage bei Schloss Berge in Buer. Diese ist immer geöffnet und für jedermann frei. Roland und ich laufen locker ein und mir kam spontan ein Gedanke. Ich sagte zu Roland, ich könnte heute ja mal ein „ mal gucken was geht „ Training machen :-) Manchmal muss man eben auch ein wenig balla – balla sein ! Ja, der Gedanke reizte mich und ich beschloss ganz spontan 3 x 1000 Meter mit 1000 Traben zu laufen. Wenns geht vielleicht auch 4 x 1000 ? Das Tempo lautete, wie eben schon gesagt „ mal gucken was geht „! Irgendwie irre und in keinem Plan, aber das reizte mich schon lange. Gesagt getan – das Einlaufen lag hinter mir und ich gab Gas. Rein nach Gefühl, rannte ich so schnell ich konnte los. Es war richtig schwer, aber absolut klasse :-) Meine Uhr piepste den 1. KM und ich warf einen Blick auf die Anzeige. Diese zeigte mir 4:43 Min. Boh cool – dachte ich mir, doch gleichzeitig stellte ich mir die Frage, ob ich den zweiten und den dritten auch so halten kann :-) Meine Trabpause ging schnell vorbei und ich startete in die zweite Runde. Völlig motiviert rannte ich über die Bahn und der zweite KM zeigte mir 4:47 Min. Ui – der war schon leicht langsamer, mal sehen wie der letzte wird, ging mir durch den Kopf. Beim Traben konnte ich mich wieder gut erholen und die dritte Runde schaffte ich sogar noch in 4:40 Min. zu laufen :-) Ich freute mir fast einen Bein ab ! Da ich mich heute aber nicht völlig verausgaben wollte, beließ ich es bei 3 x 1000. Es war gut anstrengend, hat super viel Spaß gemacht und ich habe endlich mal gesehen, wie schnell ich mehrere Male einen ganzen KM laufen kann :-) Stolz wie Oskar berichtete ich Roland direkt meine Zeiten und gemeinsam trabten wir dann noch unsere Auslaufkilometer durch die wunderschöne Parkanlage bei Schloss Berge. Somit hatten wir heute eine gelungene schöne Trainingseinheit und das noch über eine soooooooo schöne Strecke :-)

Samstag, 18. Juli 2009

Heute war mein Tag

Diese Woche stand im Zeichen der Regeneration. Anstelle von 4 Laufeinheiten plante ich nur drei und das ganze nur im Bummeltempo und nach Gefühl. Somit lief ich am Dienstag 10 KM im Schnitt 6:46/km ( was mir wegen der schwülen 25 Grad trotzdem richtig schwer fiel ), am Donnerstag 12 KM - davon 9 KM in 6:22 - Rest ein.- und auslaufen und heute locker 20 KM über die Ostermannrunde.

Da ich gestern noch eine Mail von Vic bekam, mit Trainingstips ( wie auch die Spitze es macht ) - dachte ich mir, dass könnte ich heute ja mal nachmachen. Meine Pace sieht zwar nicht aus, wie bei den Profis, aber abgucken kann man ja trotzdem mal :-) Das ganze sollte so aussehen, dass man den Lauf ganz langsam startet - durchweg um etwa 5 % das Tempo steigert, aber eine angestrebte Pace am Ende nicht überschritten werden darf. Da meine Pace für die längeren Distanzen bei 6:30/km liegt, durfte am Ende auch nicht mehr oder weniger stehen. Ich startete locker mit 6:48 - wurde stets mässig schneller - bis hin zum letzten KM, den ich dann in 6:07 Min. lief. Am Ende stand exakt 6:30 im Schnitt :-) Also alles richtig gemacht.

Das Training heute hat mir richtig gut gefallen. Die Temperatur ist bis auf 16 Grad abgefallen, es wehte ein leicht kühler Wind und die letzten 3 KM bekam ich direkt noch eine Dusche von oben. Somit schwebte ich leichtfüßig mit meinen Niki`s durch die Gegend :-) Es war einfach ein klasse Lauf. Ganz besonders freue ich mich darüber, dass ich trotz der hügeligen Strecke meinen Puls ziemlich konstant halten konnte und komplett im 70 % Bereich gelaufen bin. Das klappt bei diesen Distanzen nur äußerst selten bei mir.

Das Laufgefühl mit Niki und den Einlagen ist übrigens weiterhin einfach nur genial. Ich habe so viel Freude daran und das allerbeste ist, dass es meinem Fuß und Bein sogar schon viel besser geht. Ich hoffe es geht weiterhin so aufwärts. Ich habe mittlerweile ein viel schöneres Laufgefühl - vor allem mit meinem Niki. Ich würde einfach mal behaupten, dass ist mein bester Laufschuh, den ich bislang gelaufen bin.

Übrigens war ich gestern endlich wieder bei meinem Reha-Sport. Irgendwie hat man das in letzter Zeit ein wenig verschlampt. Auch das hat mir richtig gut getan und scheinbar extrem gefehlt. Heute habe ich so einen Muskelkater in dem Brustkorb, dass mir nach dem Lauf sogar das Brötchen schneiden schwer viel :-) Wurde also allerhöchste Zeit !

Donnerstag, 16. Juli 2009

New York City Marathon 2009

Wieder ganz aufgeregt und voller Vorfreude :-)



Gestern schrieb Roland eine Mail an nterAir, wegen meinem Startplatz für New York. Schließlich beginnt ja ursprünglich bald das Training :-) Um mit frischem Wind in den Plan einsteigen zu können, muss man nun doch endlich auch wissen, ob der Startplatz denn auch sicher ist. Das Training macht doch viel mehr Spaß, wenn man Ziele hat, erst Recht so ein Ziel – oder nicht ? Nun scheint es tatsächlich nicht mehr lange zu dauern und ich habe es auch für mich schwarz auf weiß, dass ich mit an den Start gehe.

Hier die Antwort von interAir:

Hallo Herr Just,
vielen Dank für Ihr Mail. Wir haben bereits die Zusage aus New York für eine Erweiterung des Kontingents, sodass wir in den nächsten 1 – 2 Wochen die Startnummer für Ihre Frau bestätigen können. Ich warte momentan auf die schriftliche Bestätigung aus den USA und dann werden wir auch umgehend an Sie schriftlich bestätigen. In jedem Fall kann Ihre Frau damit rechnen und mit dem Training beginnen. Hoffe das reicht erstmal zur Beruhigung aus und das schriftliche folgt umgehend, wenn ich die Daten aus USA hier vorliegen habe. Mit freundlichen Grüßen….


Jetzt steckt man wieder voller Vorfreude und ist total aufgeregt. Direkt habe ich wieder das Internet durchforstet und mir Fotos und so angeguckt :-)

Hier noch ein paar Zeilen zur Strecke und Geschichte:

Strecke



Der New-York-Marathon ist kein Rundkurs, sondern geht von Fort Wadsworth auf Staten Island über Brooklyn, Queens und die Bronx nach Manhattan. Gleich zu Beginn muss man den höchsten Punkt der Strecke, die Verrazano Narrows Bridge mit einer Spannweite von 3 km, erlaufen. Danach geht es durch Brooklyn und über die Pulaski Bridge, auf deren Auffahrrampe sich der Halbmarathonpunkt befindet, nach Queens. Hinter diesem Stadtteil gelangt man auf die Queensboro Bridge, die nach Manhattan und auf die First Avenue führt. Dort geht es 5 km Richtung Norden über die Willis Avenue Bridge in die Bronx. Am Stadion der New York Yankees vorbei geht es über die Madison Avenue Bridge wieder zurück nach Manhattan durch den Stadtteil Harlem auf die Fifth Avenue. Nun läuft man an der Museumsmeile New Yorks entlang zum Central Park, an dessen Ostseite vorbei nach Central Park South, wo besonders viele Zuschauer für Stimmung sorgen. Danach geht es am Columbus Circle zurück in den Central Park, dem Ziel an der Tavern on the Green entgegen. 12.000 Helfer sind dabei im Einsatz, um die mehr als 38.000 Läufer zu betreuen.
Insgesamt sind fünf Brücken auf der Strecke zu überqueren. Es ist ein anspruchsvoller Marathon, der im Vergleich zu den großen Marathons in Deutschland wie Berlin, Hamburg, Frankfurt oder Köln im Elitefeld rund zwei Minuten und von Freizeitläufern ca. 5 bis 10 Minuten langsamer gelaufen wird.

Geschichte

Beim ersten Marathonlauf am 13. September 1970 nahmen 130 Teilnehmer teil, von denen lediglich 55 das Ziel erreichten. Bis 1975 fand der Marathon im Central Park statt. 1976 wurde die jetzige Strecke durch alle New Yorker Stadtbezirke eingeführt, was einen Anstieg der Teilnehmerzahlen von 534 auf über 2000 mit sich brachte. Drei Jahre später waren es schon über 14.000, und 1994 wurde dann erstmals die Marke von 30.000 Teilnehmern überschritten.[1] Im gleichen Ausmaß stieg auch die Zuschauerresonanz, auch wenn die vom Veranstalter genannte Zahl von zwei Millionen Schaulustigen weit übertrieben ist.
Dem 1994 verstorbenen Organisator Fred Lebow wurde im Central Park an der Tavern on the Green ein Denkmal gesetzt.
Die erfolgreichsten Teilnehmer aus Deutschland waren Uta Pippig, die 1993 siegen konnte, und Herbert Steffny als Dritter 1984, aus der Schweiz die Siegerin von 1997, Franziska Rochat-Moser, sowie der Siebte von 2005, Viktor Röthlin.
Viele Prominente haben den New-York-City-Marathon bislang für einen Auftritt genutzt. 1999 nahmen der damalige deutsche Außenminister Joschka Fischer sowie der Kärntner Landeshauptmann Jörg Haider teil. Lance Armstrong lief hier nach dem Rücktritt vom Radsport 2006 seinen ersten Marathon und blieb knapp unter drei Stunden. 2007 absolvierte der Moderator Elton den New York City Marathon in einer Zeit von 5 Stunden 30 Minuten.
2007 fand am Vorabend des New-York-City-Marathons das Ausscheidungsrennen des US-Leichtathletikverbandes für die Olympischen Spiele 2008 im Central Park statt. Die Fahrkarten nach Peking sicherten sich auf dem welligen Kurs Ryan Hall, Dathan Ritzenhein und Brian Sell. Überschattet wurde das Rennen durch den Herztod des Mitfavoriten Ryan Shay, der bei km 9 zusammenbrach.

Samstag, 11. Juli 2009

10KM Lauf - zweite Hälfte schneller

Gestern ging es ab nach Rorup zu einem 10 KM Lauf. Mit einer neuen PB sowie einer zweiten schnelleren Hälfte bin ich mehr als glücklich. Mehr dazu könnt ihr auf unser HP unter dem Link " Wettkamkpfberichte Angelika " lesen und sehen :-)

Montag, 6. Juli 2009

Wir lachen bis der Arzt kommt

Vor ein paar Wochen lernte ich Michi kennen ! Michi ist auch eine süchtige Läuferin wie ich und wir passten sofort zusammen, als kennen wir uns schon ewig. Sofort quatschten wir drauf los, so als kennen wir uns schon Jahre. Wir plauderten und plauderten und plauderten. Scheinbar hätten wir ewig weiter reden können :-) ! Irgendwie stand schnell fest, dass wir uns richtig gut verstanden und dass wir uns schon bald wieder treffen sollten. Wir ließen nicht lange darauf warten, denn zum Düsseldorfer Marathon setzten wir unsere Quasselei fort. Ich muss sagen: „ In ihr habe ich einen richtig netten Menschen kennen gelernt „! Schade ist, dass wir uns so gut verstehen, doch wir zu weit auseinander wohnen, um sich nachmittags „ mal eben „ zu treffen. Also telefonieren wir jetzt öfter, bis der Akku leer ist :-) Gut, dass wir in einem Zeitalter leben und es so etwas wie eine Flat Rate gibt – somit wird es nicht zu teuer "lach-lach". Vor kurzem habe Michi zu einem Wochenende zu uns, eingeladen. Klar, dass sie sich freute und wir direkt auch das ganze Dingfest gemacht haben. Das schöne an allem ist, dass wir mindestens genau so viel lachen – wie reden :-) Jetzt freuen wir uns auf das Wochenende vom 24.07. – 26.07. – denn dann kommt sie zu uns :-) Verplant haben wir die Tage auch schon. Wir werden selbstverständlich gemeinsam laufen gehen, bei Runners Point ( Lagerverkauf ) shoppen, wenn das Wetter es zulässt grillen sowie in der Liege faulenzen, quatschen und garantiert lachen – bis der Arzt kommt :-)

Ich freue mich tierisch auf dieses Wochenende und hoffe, dass mein Schatz uns erträgt. Nicht, dass er wegläuft „grins-grins“!

Donnerstag, 2. Juli 2009

Ich bin gerade SO-HAPPY !!!

Gestern ging es mit meinem Rezept und ein paar Laufschuhe in Richtung Haltern zum Fußspezialisten, denn meine Einlagen waren fertig. So ganz wohl war mir irgendwie gar nicht, weil ich nicht wirklich weiß, was ich von so Teile halten soll ! Eigentlich denke ich immer, es ist besser, ohne Hilfsmittel klar zu kommen, aber ich wurde vorerst eines besseren belehrt. Die frisch angefertigen Einlagen waren ein klein wenig zu groß für meinen Laufschuh, sodass wir noch eine kleine Runde durch Haltern drehen konnten, damit diese genau angepasst werden konnten. Eine kurze Anprobe überzeugte mich nicht wirklich. Irgendwie total ungewohnt. Was soll man aber machen, wenn man nicht mehr drum herum kommt ? Wobei ich dazu sagen muss, es war irgendwie angenehm ungewohnt. Ich kann nicht sagen, dass es extrem unangenehm war. So weit so gut - ich hatte nun diese Teile und beschloss direkt nach Lauflust zu fahren, um mir noch ein paar neue Laufschuhe zu gönnen :-) Jetzt wo man direkt mit der Einlage unterwegs war, hat es sich ja angeboten ! Schließlich heißt es ja, dass eine Einlage nur Sinn macht, wenn der Schuh und die Einlage eine Einheit ist. Bei Lauflust erzählte ich der Katarina von meinem Problemen, zeigte ihr meine alten Laufschuhe und die Einlagen. Sie schaute sich alles an und empfahl mir den neuen " Nike Zoom Skylon 11 ". Die Einlage passte zu 100 % in diesem Schuh, wie dafür geschnitten und das Zusammenspiel von Einlage und Schuh soll perfekt sein. Ich probierte es an und was soll ich sagen. Es war ein unglaubliches Gefühl. Innerhalb weniger Sekunden verliebte ich mich in meine neuen Einlagen und diesem Niki :-) Ich schwebte wie auf Polster - einfach genial. Und das allerbeste ich kann damit auftreten, ohne dass mir mein Bein bzw. Fuß weh tut ! Auftreten ohne Schmerzen kannte ich bis gestern gar nicht mehr :-) Katarina schaute sich den kompletten Laufstil noch per Laufband an und war absolut überzeugt, dass DAS der Schuh für mich ist. Kurz entschlossen, ohne mir noch weitere Schuhe zeigen zu lassen, war dieser Niki meiner ! Abends zog ich ihn noch in der Wohnung an, um mich ein wenig daran zu gewöhnen und zum Einlaufen. Auch hier konnte ich nicht negatives sagen. Einfach nur K L A S S E ! Nun bete ich, dass es sich auch zum Laufen so perfekt anfühlt und sich meine Probleme nun legen. Und was meint ihr, was ich jetzt trage ? :-) Mein Niki !

Dienstag, 30. Juni 2009

Der Mensch mag selten Veränderungen

Lange habe ich hin und her überlegt, ob ich für New York 2009 nicht nach einem anderen Marathon-Plan trainieren soll, als nach dem Münster-Plan. Meine bisherigen Marathonläufe habe ich alle mit Hilfe der Münster-Pläne absolviert! Eigentlich bin ich damit immer gut klar gekommen - wobei ich dazu sagen muss, dass ich sie alle 4 Male immer etwas abgeändert habe. Erfolge hatte ich damit aber bei meinen 4 gefinishten Marathonläufen immer :-) Überall hat man nun geschnüffelt, was einem am meisten zusagt. Rein Tempomäßig gefiel mir der Plan von Hubert Beck ganz gut. Gleichzeitig habe ich Angst, dass es mir in Verbindung mit den gesteigerten KM dann doch ein wenig zu viel wird. Auch wird beim Hubert Beck häufig 5 x die Woche trainiert, was ich nicht möchte, da ich parallel zum laufen auch 2 x Krafttraining für meinen Rücken mache. Das heißt 6 x die Woche Sport und ich denke das reicht :-) Münster dagegen ist eher immer langsamer, dafür mit einer höheren KM-Leistung. Der Nachteil war allerdings, dass die Pläne in 15 Minuten-Schritte auseinander liegen. Das hieß für mich, dass mir der sub 4 Std. Plan teilweise zu lasch war und der sub 3:45 Std. zu heftig. Also erst einmal weiter geschnüffelt und nach etwas perfektem gesucht :-) Was ich allerdings feststellte: " Der Mensch mag selten Veränderungen "! Ich habe mich wieder für Münster entschieden ! Warum etwas ändern, wenn man damit Erfolge hatte ? Mein Plan, den ich jetzt stehen habe, habe ich gemixt aus sub 4 Std. - sub 3:45 - auf 14 Wochen aufgestockt um ein wenig Puffer zu haben - sowie die Einheiten der langen Läufe ( ab 30 KM ) erhöht ! Die Anzahl der geplanten langen Läufe, habe ich aus meinem Marathon-Plan für Frankfurt 2008 übernommen. Da ich in Frankfurt schon nahe der 4 Stunden kam, denke ich lag ich damit genau richtig !

Was ich hier allerdings noch dazu sagen muss: " Der New York Marathon wird nicht auf Zeit gelaufen " ! Der Spaß steht hier auf Platz 1 ! Um aber wirklich auch Spaß zu haben, muss man natürlich trotzdem was dafür tun. Mein Hintergedanke an diesem Plan sieht so aus: " Ich trainiere auf eine sub 4 Stunden und laufe auf Genuss locker eine 4:30 Stunden - oder so ähnlich :-) " !

Gleichzeitig ist es ein schöner Testplan für die bevorstehende sub 4 Stunden im Jahr 2010 ! Sollte ich mit diesem Plan gut klar kommen und in New York locker - mit jede Menge Spaß eine tolle Zeit laufen, trainiere ich für meine sub 4 Stunden wieder nach Münster - nämlich genau nach diesem Plan :-)

Mein Trainingsplan dazu, findet ihr auf unsere HP " unter Ergebnisse Angelika "

Freitag, 26. Juni 2009

Empfehlung für einen Fußspezialist

Der Fußspezialist: http://www.winkels-haltern.de – ein Unternehmen seit 1937

Manche mögen jetzt vielleicht denken, ich möchte hier Werbung betreiben, aber das ist nicht einmal annähernd meine Absicht! Ich bin so positiv überrascht worden, dass ich das hier einfach veröffentlichen möchte, damit anderen dort vielleicht auch geholfen werden kann. Gerade unter dem Laufsport hört man häufig, dass es so viele Sportler gibt, die Fuß.- bzw. Beinprobleme haben und man einfach keinen guten Arzt findet. Die erste Meinung, die gerne abgegeben wird heißt „ Laufpause „ – doch gerne hört man das als Läufer nicht :-)

Durch Rolands Arbeitskollegen, der auch ganz lange Probleme hatte, kamen wir an eine Adresse in Haltern ( es ist kein Arzt ), wo wir gut aufgehoben sein sollten. Da mein linker Fuß bzw. linkes Bein weiterhin Probleme macht ( mal mehr - mal weniger ), holte ich mir dort einen Termin, welcher am Dienstag, den 23.06.09 gewesen ist. Bereits bei meinem ersten Anruf dort, war der Umgang sehr freundlich und ohne großen Zeitdruck. Es wurde gefragt warum ich dort hin möchte, welchen Sport ich betreibe u.s.w. Im Anschluss daran wurde mir erklärt, was ich mitbringen soll und es wurde eine Empfehlung gegeben, dass es besser sei, dass ich die elektronische FUßDRUCKMESSUNG & die BEWEGUNGSANALYSE „ Knie „ durchführen lassen soll. Alles dazu findet man auf der Webseite!

Am Dienstag fuhren Roland und ich dann nach Haltern. Der Fußspezialist ist der Junior, aber ein Wissen, was scheinbar keine Grenzen kennt. Er ist absolut nett, nimmt sich Zeit ohne Ende, hört gut zu und schaut sich die Bewegungsanalyse wie ein Luchs an. Ich würde einfach mal behaupten, es gibt nichts, was er übersehen könnte. Die Untersuchungen ist mit nichts zu vergleichen, wo ich bisher gewesen bin. Überhaupt hat das ganze 1,5 Stunden in Anspruch genommen und ist somit scheinbar nicht zu übertreffen. Man kann es gar nicht in Worte fassen, was sich in diesem Zeitraum alles abgespielt hat :-) Einfach unglaublich und absolut professionell.

Angefangen wurde mit der Fußdruckmessung und anschließend wurde erst einmal ein ausführliches Gespräch geführt. Alles wurde in einem PC eingegeben und festgehalten. Auch die Schmerzpunkte wurden in einem Schaubild eingezeichnet. Anschließend wurden meine Laufschuhe begutachtet, wobei sich herausstellte, dass eins von meinen 4 Paaren, nicht die richtigen sind. Da ich mit diesen bereits 880 KM gelaufen bin, bin ich aber nicht so böse drum – gibt wenigstens dann mal wieder neue :-) Anschließend wurde ich bemalt und es ging dann auf dem Laufband. Zuerst in Barfuss, später mit den Laufschuhen. Auch hier muss ich sagen, nicht zu vergleichen, mit der bisherigen Analyse, die ich kannte. High Tech ohne Ende ! Diese Analyse gibt Auskunft über:
Befunderhebung Fuß / Statische Beinachse / Beweglichkeit oberes Sprunggelenk / Beinachse in der Dynamik / Overcrossing / Rotationsstellung der Fußlängsachse / Landephase / Stützphase / Abdruckphase / Beinachse in der Dynamik / Beckenstabilität und ich weiß nicht ob ich etwas überlesen habe :-) Eigentlich irgendwie alles, was wichtig zu sein scheint :-)

Als ich mich richtig warm gelaufen bin, konnte ich das Laufband verlassen und mir wurde alles ausführlich erklärt. So lange, bis keine Fragen mehr offen waren und ich alles verstanden habe – und das kann manchmal etwas dauern bei mir :-)

Ich bekam dann noch insgesamt 15 DIN A4 Seiten ausgedruckt, wo ich alles noch einmal nachlesen kann. Diese Seiten beinhalten die Tests, einen Bericht der Bewegungsanalyse, eine Empfehlung für orthopädische Maßnahmen sowie einen persönlichen Workoutplan zum Kräftigen der Muskelgruppen, die unter anderem für meine Probleme ausschlaggebend sind. Abgesehen davon, dass ich ein paar Muskelgruppen stärken muss, wurde folgendes festgestellt:
Reizung des Basis V ( Ursache – Blockade des Fibulaköpfchens, Supination im unteren Sprunggelenk, mediales Schienbeinkantensyndrom ( Shin Splits ), Fersensporn & Morton`sche Neuralgie ( Ursache – Quetschung der die Zehen versorgenden Nerven durch die Mittelfußknochen bei unzureichender Quergewölbeausprägung, Entzündung und Verdickung des Nervens ).

Auch wurden direkt Einlagen in Arbeit gegeben, die ich am Dienstag abholen kann. Ich hoffe, dass sie mir schnell helfen und meine Probleme schnell in Luft aufgelöst werden.

Montag, 25. Mai 2009

Ein genialer Trainingslauf



Wie schon bei Roland im Blog erwähnt, ging es am Samstag für einen Trainingslauf nach Dorsten, da wir uns wegen dem Wetter gegen den Voerder HM entschieden. Es war eine kluge Entscheidung, sich gegen einen WK zu entscheiden. Bei diesen Temperaturen wäre der Lauf garantiert in die Hose gegangen. Ich lief am Kanal insgesamt 22,5 KM, davon 11 KM mit einer Pace von 6:33 Minuten ( Puls 146 ) - 11 KM mit einer Pace von 6:24 ( Puls 166 ) und die letzten 500 Meter noch ein wenig ausgetobt mit eine Pace von 5:58 Minuten. Mein Puls zeigt deutlich, dass es mir immer schwerer fiel, sich gegen die Sonne durchzusetzen. Möchte gar nicht darüber nachdenken, wie ich bei einem WK eigegangen wäre ! So war es ein richtig schöner - genialer Trainingslauf. Hier die wundervollen Bilder !!!
























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Donnerstag, 21. Mai 2009

Voerder Halbmarathon gestrichen

Im Hinterkopf hatte man schon seit ein paar Tagen in Planung, den HM in Voerde zu streichen, wenn die Temperaturen nicht mitspielen. Heute morgen noch ein Check-up bei wetter.com und der Gedanke, den HM nicht zu laufen wurde vertieft. Geplant ( wegen dem HM ) waren für heute 8 - 10 ganz lockere Laufkilometer. Als man unterwegs war, fiel die Entscheidung, dass der Lauf definitiv gestrichen ist. Die Luft ist nicht meine, um einen schönen erfolgsamen HM hinzulegen. Für mich war der Lauf sehr wichtig, um zu sehen, wo ich mittlerweile stehe. Ich weiß aber, dass ich bei diesem Wetter nicht viel reißen kann, mich wieder nur über die Distanz quälen würde und darauf habe ich keine Lust. Der Lauf wäre eine Qual, mit einem schlechten Ergebnis und ich würde wieder sagen: " Und wieder ist ein HM verkackt - das ist nicht meine Distanz"! Ich habe gerade auf dieser Distanz schon viele unschöne Erfahrungen gemacht, da muss ich nicht noch eine provozieren und dafür noch viel Geld bezahlen :-) Dann gehe ich lieber am Samstag schön locker am frühen Morgen trainieren!

Heute war eigentlich der Beweis. Ich lief 11,5 KM in einer Pace von 6:36 Minuten und hatte einen Puls von 166 ( 86 % ) ! Pulsmäßig reagiere ich zu stark auf dieses Wetter und ich habe keine Lust, mich für eine Zeit von über 2 Stunden zu quälen, wie in Paderborn. Es kommen noch viele andere Wettkämpfe !

Mittwoch, 20. Mai 2009

Besuch beim Sportmediziner

Gestern stand mein Besuch beim Sportmediziner an. Es ist nie schön, wenn man nach einem neuen Arzt geht, weil man nie weiß, ob man an eine richtige Adresse gelangt ist. Leider bin ich jetzt nach dem Besuch auch nicht viel weiter, ob man nun einen guten Arzt gefunden hat.

Zu dem Arzt muss ich sagen, der war richtig - richtig nett. Verständnisvoll was das Laufen angeht, hat sich wirklich viel Zeit genommen und hat sehr gut zugehört.

Abgesehen davon, dass oben genannte Dinge wirklich perfekt waren, herrschte in der Praxis absolutes Chaos. Es war so ein Gerummel - fast wie auf einer kleinen Kirmes. Man wurde sofort nervös. Mag mir nicht vorstellen, wie lange man da sitzt, wenn man ohne Termin kommt :-) Ich hatte ja zum Glück einen Termin, weil ich eine Neupatientin war. Normalerweise wird ohne Termine gearbeitet.

Nach einem ausfürlichem Gespräch und seiner Untersuchung, beschloss er der, den Fuß und die Ferse zu röntgen. Dafür wollte er mich überweisen, weil er nicht auf Kosten der Krankenkasse, in seiner Praxis röntgen darf, wenn die Krankheit nicht aus einem Unfall heraus passiert ist. Da ich aber lange Wartezeiten auf einen anderen Termin - bei einem anderen Arzt - vermeiden wollte, habe ich mich dort direkt röntgen lassen und musste somit einen Eigenanteil leisten. Finde ich persönlich voll doof, aber so bekam ich zumindest gestern auch eine Diagnose. Ich war ja froh relativ früh einen Termin bekommen zu haben und wollte jetzt nicht noch Wochen mit dem Problem rumlaufen, ohne dass mir geholfen wird.

Die Diagnose:

Ich habe eine Fußfehlstellung ( Platt - Knick - Senkfuss ), einen schönen Hallux Valgus und einen beginnenden Fersensporn. Durch die Fußfehlstellung läuft man also ständig unter einer Fehlbelastung und dadurch soll sich eine Entzündung gebildet haben. Jetzt hat er mir Diclofenac verschrieben und für die langfristige Behandlung muss ich nun auch mit speziellen Einlagen laufen. Abdrücke dafür wurden gestern gemacht und nächste Woche Donnerstag kommt eine Techniker in diese Praxis, da werde ich dann komplett vermessen ( wegen Schiefstand u.s.w.).

Das ganze hört sich plausibel an, aber so wirklich überzeugend kam mir das ganze nicht rüber !!! Also fachlich gesehen, mag ich ihn nicht überzeugend als gut einstufen ??? Kann mich aber auch irren.

Sonntag, 17. Mai 2009

Gut erholt über die Ostermannrunde

Nachdem sich der Dauerregen heute endlich zum frühen Mittag gelegt hat, bin ich mit Roland zum Laufen aufgebrochen. Da uns irgendwie gar nicht klar war, wie man sich heute fühlt und was die Beine dazu sagen, dass sie heute wieder etwas tun müssen, waren wir zuerst ziemlich planlos, was das Tempo und die Streckenlänge betrifft. Zur Vorsicht bestückte ich mich mit meinem Trinkgürtel, da ich doch immer sehr schnell Durst habe, wenn es länger als 10 KM wird. Wir traben locker zu Hause los, Roland blieb erst neben mir und war sich auch nicht wirklich einig, was er heute vor hat :-) Nach wenigen hundert Metern stoßen wir auf die Marathostrecke, wo der Karstadt Marathon herführt und Zuschauer wünschen uns noch viel Spaß :-)))) Schon witzig ! Als ich nach ca. 1 KM entschlossen habe, dass ich die Ostermannrund laufe, sagt Roland mir, dass er mitkommt :-) Endlich mal wieder ein gemeinsamer Trainingslauf. Die Sonne setzte sich nur schwer durch die dicke Wolkendecke, es war gut 17 Grad, aber die Luftfeuchtigkeit war durch den starken Regen so hoch, dass die Luft zum schneiden war. Ätzend - einfach nur ätzend. Locker und wie zwei Gisela Schlüters laufen wir nebeneinander her und die KM verfliegen. Meine Beine fühlten sich gut, wir wurden unbewusst immer leicht schneller und es hat richtig Spaß gemacht. So ca. nach KM 11 oder 12 entscheide ich für mich, dass ich es bei der Ostermannrunde belasse und nicht noch eine Runde Wittringen dran hänge, da meine Beine nun doch recht schwer wurden und meine Puste auch nicht mehr so dicke war! Wir liefen insgesamt 17 KM in einer Zeit von 1:47:01 - das heißt eine Pace von 6:18 Minuten pro KM. Ich persönlich bin damit voll zufrieden !! Klar wären noch 3 KM gegangen, so dass man 20 KM gehabt hätte, aber dafür hätte ich viel Kraft einsetzen müssen und das wollte ich nicht so kurz vor dem HM in Voerde.

Freitag, 15. Mai 2009

Erste Lorbeeren an Chris

Auch wenn es jetzt schon sehr spät ist und ich KO bin, so muss ich hier doch noch verkünden, dass der 10er-Wettkampf ein Erfolg war. Hiermit kann Chris auch seine ersten Lorbeeren einsammeln, denn seine Ratschläge habe ich umgesetzt und diese haben mir scheinbar geholfen. Gelaufen wurden die kompletten 10 Kilometer im Regen und da ich Regen gar nicht mag, bin ich einfach schneller gelaufen. Mit einer Zielzeit von 51:33 Minuten habe ich eine neue PB um 22 Sekunden aufgestellt und bin stolz wie Oskar :-) Ein ausführlicher Bericht wird morgen auf unsere HP eingestellt ! Jetzt einfach nur Beine hochlegen und regenerieren !! Hier noch einmal VIELEN DANK an CHRIS !!!

Donnerstag, 14. Mai 2009

3 Wettkämpfe in drei Wochen

Lange habe ich überlegt, ob ich morgen in Dülmen 5 oder 10 KM laufen soll. Die Entscheidung ist gefallen. Es sollen die 10 sein :-) Ein 5er WK steht Ende des Monats auf dem Plan und zwei so kurz hintereinander wären ja nicht so prickelnd!

Wegen Dülmen habe ich diese Woche das Training zurück geschraubt. Am Montag lief ich insgesamt 10 KM - davon Bahntraining 3 x 1000 Meter in 5:27 - 5:27 - 5:29 dazwischen 400 Meter traben. Aus folgenden Gründen habe ich eine Pace um die 5:30 Minuten und nicht schneller gewählt:
1.) wollte ich ein wenig mein Fuß / Bein schonen - um so kurz vor dem Arzttermin nichts zu riskieren
2.) wollte ich mich für morgen nicht auspowern
3.) ist mir nächste Woche der HM wichtiger - diesen plane ich in dieser Pace und somit konnte ich ein wenig das Gefühl dafür trainieren

Gestern lief ich noch 8 ganz lockere KM in einer Pace von 6:42 Minuten. Komisch, dass mir das ganz langsamer Tempo im Moment schwieriger fällt, als das schnellere :-)

Morgen wird ein Überraschungslauf. Ich kann mich irgendwie gar nicht einschätzen. Ich laufe einfach mit einer Pace von um die 5:10 Minuten los und gucke wie lange ich es halten kann. Entweder geht es bis zum Ziel gut, ansonsten ???? - lasse ich mich überraschen :-) Alles ist natürlich auch ziemlich von der Tageskondition und dem Wetter abhängig. Laut wetter.com soll es am Abend 17 Grad und leichten Regen geben. Regen ist ja überhaupt nicht mein Laufwetter ! Aber warten wir es einfach ab.

Aber spannend werden die nächsten drei Wochen bestimmt. Morgen einen 10er - nächstes Wochenende einen HM und dann zum Abschluss einen schönen 5er. Der letzte Lauf dieser 3 Wochen wird wieder besonders aufregend, da spekuliere ich mit AK-Sieg :-)

Sonntag, 10. Mai 2009

Schöner langer Lauf

Gestern hieß es einen langen ruhigen Lauf und ich freute mich. Ich plante unsere sogenannte Ostermannrunde, mit einem Start zu Hause und anschließend eine Runde über unsere Heimstrecke Wittringen. Die Heimstrecke plante ich hinter der Ostermannrunde, damit ich mir die Option aufhalten konnte, evtl. auch vorher den Lauf zu beenden, falls ich KO bin oder mein Bein bzw. Fuß Probleme macht.

Auf unsere HP habe ich bereits in März davon berichtet, dass mein linker Fuß regelmäßig schmerzt. Mal mehr - mal weniger, manchmal gar nicht und teilweise bis hoch in den Oberschenkel. In März vermutete ich, dass eine Dornwarze unter der Ferse der Übeltäter sei. Diese hatte ich dann behandelt und der Schmerz kommt trotzdem immer wieder. Bislang war ich damit noch nicht beim Arzt, weil wir einfach keinen guten Sportmediziner oder Orthopäde finden und weil es ein Schmerz ist, der kommt und geht. Fakt ist, dass es nicht normal ist und ich den Rat eines Arztes benötige. Den Termin den ich jetzt habe, habe ich bei einem Sportmediziner und ich hoffe endlich einmal einen guten Arzt gefunden zu haben.

Aber so weit so gut. Es ging mir recht gut und ich machte mich auf. Die ersten paar Schritte waren nicht ganz so angenehm und ich startete mit einer Pace von 6:50 Min. Ganz ohne großes Ziel, was die Pace betrift trödelte ich die ersten 3-4 KM vor mir her. Mein Fuß merkte ich schnell gar nicht mehr und ich genoss meinen Lauf. Von KM zu KM wurde ich leicht schneller, so dass die Pace am Ende bei knapp über 6 Min. pro KM lag. Die Strecke ist profiliert und ich nutzte die Hügel für leichte Sprints, wenn sie nicht zu steil und zu lang waren. Runter ging es dann wie langsamer weiter. Es machte mir sehr viel Spaß und die KM verflogen. Zurück von der Ostermann-Runde, ging es mir noch richtig gut und ich drehte noch eine Runde durch Wittringen. Ganz ohne Vorstellungen was ich hier heute laufen wollte und ganz nach Lust und Laune, genoss ich diesen Lauf. Ein Lauf von 20 KM - ganz nach Gefühl !!

Zu Hause angekommen gönnte ich mir ein Moorbad und stellte später fest, dass ich zum ersten Mal einen 20 KM-Lauf in einem Pulsbereich von 152 ( 79 % ) gelaufen bin. Normalerweise erreichte ich bisher immer einen Durchschnitt von 159 und mehr!

20 KM = 2:08:24 = Pulsdurchschnitt 152

Freitag, 8. Mai 2009

Langsames Laufen kann so schwer sein

Nach meinen 400er-Intervallen habe ich mir ein schönes heißes Bad gegönnt, um mich gut zu regenerieren. Um den Effekt einer guten Regeneration zu kassieren war es eine gute Idee, aber für die lockeren KM einen Tag danach, war es scheinbar ein fataler Fehler. Nach einen gut ausgefüllten Donnerstag habe ich mich erst späten Mittag in meine Laufsachen geschmissen. Geplant waren 8 ganz lockere KM. Einfach nach Gefühl, um die Muskulatur schon zu lockern und eine Einheit im niedrigen Pulsbereich ( 70 % ) zu halten. Da ich häufig sehr schnell mit meinem Puls hoch schieße, ist es nicht immer ganz einfach bei mir.

Ich trabe los und bin bereits nach wenigen Meter irgendwie schon völlig platt. Zuerst denke ich, es gibt sich - das hat man schon mal, aber das war falsch gedacht. Die Sonne scheint und mit gut 19 Grad ist es für mich schon sehr warm. Solch eine Temperatur macht sich bei meinem Puls auch schon bemerkbar. Hinzu kam es, dass man heute mit vielen Dingen beschäftigt war, aber nicht mit dem Trinken. Unterwegs habe ich festgestellt, dass ich wohl viel zu wenig Flüssigkeit in mir habe. Es war schon nach 17:00 Uhr - ich war seit 7:00 Uhr auf und habe gut 700 ml in mir. Viel zu wenig !! Dumm aber soll wohl vorkommen ( oder auch nicht ) :-) Ich krauche also vor mir her und entscheide diese Einheit schon nach 7 KM zu beenden - irgendwie hatte das ganze nichts mit locker Laufen zu tun. Meine Uhr zeigte mir am Ende eine Durchschnittspace von 6:59 Minuten an und mein Puls wäre schon fast in die 80 % gefallen.

Jetzt kann ich spekulieren warum das heute so war, werde aber wohl eh keine Antwort darauf finden. Manchmal hat man einfach so Tage !

Mittwoch, 6. Mai 2009

8 x 400 Meter

Nachdem ich mich letzte Woche das erste Mal an die Laufeinheit " 4oo Meter Intervalle " ausgetobt habe, wußte ich - davon muss ich mehr haben. Das ist eine klasse Trainingseinheit, die mir echt richtig Spaß macht. Auch wenn es eine sehr schwierige Einheit ist, so fühlt man sich im nachhinein einfach nur gut. Man kann wirklich sagen, man tobt sich dabei so richtig aus. Letzte Woche plante ich 10 x 400 Meter mit jeweils 1 Minute Pause. Leider schaffte ich nur 9 Wiederholungen, da mir diese 1 Minute Pause nicht ausreichte und somit beemdete ich die Einheit nach 9 Wiederholungen. Die jeweiligen 400 Meter liefen nicht ganz so gleichmäßig, da ich am Ende doch ziemlich KO war:

1:47 - 1:50 - 1:50 - 1:53 - 1:54 - 1:56 - 2:02 - 1:59 - 2:05

Ich habe nie Erfahrungen mit diese Laufeinheit sammeln können, da ich mich nie daran getraut habe. Immer hat man nur davon gelesen, aber wie es tatsächlich zu laufen ist, habe ich nie behalten, weil man es ja nicht gelaufen ist. Auch wenn ich stolz war, über das Ergebnis, so beschäftigte mich diese Sache und ich holte mir einen Rat von Chris. Ich hoffe es ist Dir Recht, dass ich Dich hier erwähne. Man sagt oft: " Man lernt von den guten " und da ist echt etwas dran. Chris hat mir ausführlich ( und für mich zu verstehen ) erklärt, wie ich das ganze noch einmal versuchen kann. Hier noch einmal ein ganz DICKES DANKESCHÖN an CHRIS! " Du hast mir echt geholfen ".

Heute trabte ich erneut in Richtung Stadion, um 400 Meter Intervalle zu laufen. Ich hatte Glück, die Bahn war auf und es hieß, ich kann mich austoben :-) In Gedanken hatte ich Chris, der mir folgenden Tip gab: " Man sollte immer darauf achten, dass die Technik bei diesen Wiederholungen sauber ist. Wenn Du merkst, dass Dir die Kraft fehlt, sauber zu laufen, lass es gut sein, lauf Dich schön aus und mach wohlverdient Feierabend. Unsauberes Rumgewurstel (nenn ich jetzt mal ganz lax so) bringt Dir nichts". Ganz unbefangen und ohne großes Ziel wärmte ich mich noch ein wenig mit Hopserlauf & Kniehebelauf auf und starte danach meine ersten 400 Meter. Als diese locker geschafft waren, ging ich ca. 100 Meter ( auch ein Rat von Chris, welchen ich annahm und ausprobierte ) und trabte danach ganz langsam eine ganze Runde, um mich wirklich richtig zu erholen, so wie Chris es mir erklärte. Das ganze wiederholte ich dann nach jeder schnellen 400 Meter Runde. Und siehe da, ich schaffte heute 8 x 400 Meter und diese viel - viel gleichmäßiger. Ich hätte vielleicht noch einen drauf setzen könnem, dachte dann aber an den oben genannten Rat und ganz besonders an einen Satz von Chris: " Du darfst die Mauer berühren, aber nicht dagegen laufen ". Da ich und meine Beine schon ziemlich platt waren, trabte ich mich in aller Ruhe in Richtung Heimat aus und war richtig - richtig stolz. Hier noch meine heute gelaufenen 400 Meter Abschnitte - mit jeweils 400 Meter Erholung ( ein Mix aus Gehen und Traben ):

1:51 - 1:50 - 1:51 - 1:52 - 1:50 - 1:55 - 1:53 - 1:53

@ Chris: Ich weiß, Du hast mir aufgrund meiner 5 KM-Zeit eine Pace von ca. 1:47 oder schneller errechnet, aber das war heute nicht drin. Ich übe einfach noch ein wenig weiter :-)

Es war auf jedem Fall wieder richtig - richtig schön und ich freue mich auf nächste Woche !!!

Samstag, 2. Mai 2009

Wie ich zum Laufen kam!
Als Roland im Jahre 2004 von dem Lauf-Fieber infiziert wurde und sich seine ersten richtigen Laufschuhe kaufte, überredete er mich, mir auch welche zu kaufen. Ich weiß noch als wäre es gestern, wie dusselig wir nach seinem Schuhkauf durch Essen schlenderten und er auf mich einredete. Irgendwie wollte ich und irgendwie dachte ich nicht wirklich, dass ich es überhaupt ein paar Monate durchhalte. Dafür dann so viel Geld in Schuhe investieren ? Aber so weit so gut! Kurz vor Ladenschluss stürmten wir dann doch noch mal ins Sportgeschäft und ich legte mir meine 1. richtigen Laufschuhe zu. Abgesehen von einem Kindertraum, zum Ballett zu gehen, welches ich leider nie durfte, bin ich eigentlich mein ganzes Leben absolut unsportlich gewesen. Die kleinste sportliche Betätigung und ich bekam schon schlecht Luft. Beim ersten Laufversuch war es wie erwartet, ich lief vielleicht hundert Meter und musste meine 1. Gehpause machen, weil ich dachte ich ersticke. Doch Übung macht den Meister. Irgendwann wurden es dann zweihundert Meter und dann immer mehr. Nach und nach bekam man immer mehr Spaß und nicht lange darauf stieg die Sucht. Stolz wie Oskar war ich dann, als ich das erste mal 5 KM am Stück laufen konnte und zur Belohnung einen tollen Erdbeerbecher bekam. Wer hätte das jemals gedacht ? „ Ich auf jedem Fall nicht !“
Nachdem man diese Hürde schaffte, war mein nächstes Ziel, einen Wettkampf zu laufen, obwohl ich immer sagte: „Ich laufe nie einen Wettkampf!“ Erst Recht keinen Halbmarathon oder einen Marathon“. Solche KM-Leistungen waren unvorstellbar für mich. 5 KM waren schon so viel, dann soll man 21,095 oder 42,195 schaffen ? Ne um Gottes Willen – ohne mich ! Meine Meinung änderte sich dann aber doch sehr schnell. Am 28.08.04 war es dann soweit. Ich lief super spontan meinen ersten 5 Kilometer Wettkampf. Danach ging es auch schon nicht mehr ohne. Es folgten weitere und natürlich nicht nur über die 5 KM Distanz. Nein es steigerte sich und ich stand schneller als ich selbst einmal glaubte auch dann im Startfeld und strebte die 10 KM an 
Wenn ich auch total stolz über das ganze war, so war es nicht immer leicht. Ob private Hürden oder Verletzungen, oft kam mir irgendetwas dazwischen. Erst unterbrach ein Bruch mein Training, danach kamen verschiedene Verletzungen im Kniebereich sowie des öfteren Probleme im Schienbeinbereich. Aber ich ließ mich nicht unterkriegen, dafür bin ich zu süchtig. Meine Laufleistungen steigerten sich trotzdem, obwohl ich mich häufig mit Verletzungen rumquälen durfte und mein nächstes großes Ziel war in meinem Kopf verankert.

In Dezember 2005 stand ich das erste Mal an der Startlinie, mit dem Ziel, meinen 1. Halbmarathon zu laufen. Roland gab mir zusätzlich Kraft, denn er lief diesen Lauf mit mir mit. Nie hätte ich geglaubt, es jemals in meinem Leben zu schaffen. Und schon gar nicht, mit solch einem tollen Ergebnis.

Als ich Sonntag den 07.10.2006 meinen 5. Halbmarathon in Köln startete, kam spontan die nächste Hürde: „ Ich wollte auch Marathon Laufen!“. Ich war mir sicher, mich auf mein großes Vorhaben zu konzentrieren, denn nun sollte ein großes Ziel für die Zukunft in Erfüllung gehen. Ich brauchte auch nicht lange nachzudenken, über die Frage „ WO?“ ! Ganz klar sollte es Hamburg sein, denn durch den Hamburg Marathon, sind wir eigentlich zu dieser tollen Sportart gekommen. Ziel war, unter 5 Stunden zu laufen!

So groß meine Angst vor einem Marathon einmal war, so groß war dann auch die Vorfreude, als meine Anmeldung durch eine Teilnahme vom Veranstalter bestätigt wurde. Mit der Startnummer F6077 stand ich nach einer Vorbereitung ab November 2006 dann Ende April 2007 in Hamburg an der Startlinie. Gemeinsam mit meinem Schatz liefen wir meinen ersten Marathon. Die Zielzeit betrug 4:37:12 Std. Das ganze in der Stadt, wo unsere Laufkarriere begann :-)))

Mein Abschlusswort:

Der Marathon war für mich eine durchweg positive Erfahrung und ich habe Blut geleckt. Meine nächste Anmeldung stand schnell fest :-))) Den 2. Marathon bin ich dann in Oktober 2007 in Frankfurt gelaufen. Mein Ziel war die sub 4:30. Mit einer gelungenen 4:24:21 konnte ich mich über mein Ergebnis freuen. Heute liegen schon 4 Marathonläufe hinter mir und ich bin mir sicher, es werden weitere folgen.

In diesem Jahr wartet ein ganz besonderes Highlight auf Roland und mich. Wir fliegen nach New York. Diese Reise und dieser Marathon bereitet schon heute unglaublich Vorfreude. Es wird immer davon gesprochen, dass man als Läufer einmal New York gelaufen sein soll. Ich bin heute schon gespannt, ob sich das bestätigt !

Meine Laufziele waren: „ mit spätestens 40 Jahren – den Marathon unter 4 Stunden zu laufen“! Das werde ich im nächsten Jahr auch anpeilen 